MMaterialsgateNEWS vom 08.08.2011

Studie: Elektroautos im Alltag gut geeignet

Elektroautos eignen sich sehr gut für den Alltag, insbesondere für die täglichen Fahrten in der Stadt.

Das ist das Ergebnis der Nutzeranalysen von zwei Projekten, an denen Siemens einen maßgeblichen Anteil hat: das interne 4-Sustainelectromobility-Projekt (4-S) mit 20 Elektroautos auf Basis des Suzuki Splash und das externe Projekt "Modellregion Elektromobilität München - Drive eCharged" mit 40 MINI E von BMW im Verbund mit den Stadtwerken München (SWM). Beide Projekte werden von der globalen Forschungsabteilung Corporate Technology geleitet.

Die überwiegende Mehrzahl der Nutzer bestätigte die Alltagstauglichkeit des MINI E. Sie attestierten dem 200-PS-Elektroflitzer großen Fahrspaß. Zehn Monate waren private und gewerbliche Nutzer mit 40 MINI E auf Münchens Straßen unterwegs. Bei dem Modellversuch legten die Elektrofahrzeuge bisher 300.000 Kilometer emissionsfrei zurück. Siemens entwickelte die Technik für das Laden der Batterie.

Die wissenschaftliche Befragung ergab, dass die Reichweite des MINI E für die tägliche Nutzung für 89 Prozent der Privatnutzer ausreichend groß ist. Das Laden an einer Ladestation (zu Hause oder an der Arbeitsstelle) ist für 88 Prozent der Privatnutzer angenehmer als die Fahrt zur Tankstelle, wobei zugleich für 79 Prozent der privaten Nutzer die Umweltfreundlichkeit und das Null-Emissions-Fahren ein wichtiger Vorteil des Elektroautos ist. Und 59 Prozent der Privatnutzer wünschen sich, dass Elektrofahrzeuge ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden.

Ähnlich positiv sehen die Siemens-Testfahrer die 20 Elektroautos auf Basis des Suzuki Splash. Das 4-S-Projekt läuft seit November 2010 in München und Erlangen. Es wird vom Bundesumweltministerium gefördert. Die Testfahrer legen an Werktagen durchschnittlich nur etwa 40 Kilometer zurück, sodass die Reichweite von etwa 100 Kilometern voll ausreicht. Geladen wird an Ladesäulen auf speziell gekennzeichneten Parkplätzen an den Siemens-Standorten der Testfahrer und an der Heimladestation in der Garage, der so genannten Wallbox. Dadurch ist auch tagsüber meist genügend Gelegenheit zum Nachladen der Batterie. In der Nutzung als Zweitwagen für die Fahrt zur Arbeit oder zum Einkaufen gibt es nahezu keine Einschränkung der Mobilität. Die Elektroautos wurden inzwischen mit Schnellladesystemen mit elf Kilowatt aufgerüstet, sodass sich die Batterien jetzt innerhalb von zwei Stunden aufladen lassen. Demnächst werden Siemens-Abteilungen in Berlin die Gelegenheit haben, Carsharing mit einer Flotte von 13 Elektrofahrzeugen zu testen.

Quelle: Siemens - 03.08.2011.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Inhaber und Gründer von Materialsgate
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