VIDEO der Woche: Mit Luft konstruieren ….
Luft (etwa 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff und 1% Edelgase, sowie weitere Bestandteile) ist allgegenwärtig, nahezu unbegrenzt vorhanden, ultraleicht und kostenlos – ein idealer „Rohstoff“, wenn man weiß, wie man ihn zu handhaben hat. Gegenwärtig lässt sich in diesem Kontext ein interessanter Trend beobachten.
Diverse Forschungs- und Entwicklungsprojekte haben das Ziel, Luft in Kombination mit technischen Textilien und Hochleistungsmembranen als Konstruktionsmaterial zu nutzen. Diese - als Tensarity-Elemente bezeichneten - Konstruktionseinheiten, bieten ein erstaunliches Eigenschaftsprofil, das die unterschiedlichsten Anforderungsprofile in einer Vielzahl von Anwendungen erfüllen kann. Dazu zählen neben Anwendungen in der temporären Architektur und im Messebau beispielsweise auch Vorhaben in der Luftfahrt, im Brückenbau oder in der Schifffahrt. Übrigens - Tensarity ist ein Kunstwort, das aus den Begriffen „Tension“, „Air“ und „Integrity“ zusammengesetzt wird. Doch nun viel Spaß, wertige Information und entscheidende Impulse bei unserem Video der Woche.
Recherchiert und dokumentiert von:
Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
Für die Richtigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der genannten Daten übernehmen wir zu keinem Zeitpunkt die Haftung.
Bitte diskutieren Sie die Verwendung und Eignung für Ihren konkreten Anwendungsfall mit den Experten des genannten Unternehmens.
Sie wünschen Material- und Technologierecherchen zu diesem Thema?
Materialsgate steht für hochwertige Werkstoffberatung und innovative Materialrecherchen.
Nutzen Sie unseren Beratungsservice
Mehr zu diesem Thema
Tragflügel für einen Drachen, der hoch hinaus will
Tensairity-Elemente aus mit Luft gefüllten Membranen, Stangen und Kabeln haben sich im Bau bereits als extrem leichte und dennoch stabile Tragstrukturen bewährt. Aber eignet sich die Technologie auch für den Einsatz in der Luftfahrttechnik, etwa als Tragstrukturen für Drachen? Empa-Forscher loten derzeit die Grenzen aus ? und lassen erste Demonstratoren steigen.
Ultraleichte Flügel-Tragstrukturen für Drachen sind nicht nur für Sport- und Freizeitanwendungen attraktiv, sondern auch interessant ... mehr
Unter den Namen REXUS und BEXUS startet das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den ersten Ideenwettbewerb für Experimente auf Höhenforschungsraketen und -ballonen.
Ab sofort können Studenten Vorschläge für Experimente einreichen, die in der Gondel eines Ballons im Herbst 2008 oder auf Raketen im Frühjahr 2009 durchgeführt werden sollen. Einsendeschluss ist der 7. Januar 2008.
Gesucht sind kreative, interessante und möglichst innovative Ideen
Die Raketen und Ballone starten vom Raumfahrtzentrum Esrange bei Kiruna in Schweden. Sie ermöglichen den Studenten, Experimente unter speziellen Atmosphärenbedingungen durchzuführen. BEXUS (Ballon-EXperimente ... mehr
Was geschieht, wenn man einen etwa zehn Zentimeter großen Luftballon auf über einen Meter Durchmesser aufbläst? Richtig: Ein gewöhnlicher Luftballon würde das gar nicht mitmachen.
Er würde schlichtweg zerplatzen. Doch die Kunststoffe, die Prof. Dr. Roland Weidisch am Institut für Materialwissenschaft und Werkstofftechnologie (IMT) der Friedrich-Schiller-Universität Jena entwickelt, sind so elastisch, dass sie sich bis weit über das Zehnfache ihrer ursprünglichen Größe ausdehnen lassen. "Doch nicht nur das", betont Prof. Weidisch, der neu berufener Professor für Mechanik der funktionellen Materialien an der Jenaer Universität ist. "Nach einer Belastung ... mehr
|
Bücher zum Thema:
Karla J. Nielson
Wiley & Sons
Sina Carvajal Vargas
Diplomica Verlag GmbH
Thomas Gries, Kai Klopp
Springer, Berlin
P. Schwartz
Woodhead Publishing
R.S. Blackburn
Woodhead Publishing
T. Rowe
Woodhead Publishing
S. Eichhorn et al.
Woodhead Publishing
Q. Wei
Woodhead Publishing Ltd
Materialsgate Glossar
Edelgase
Als Edelgase werden die chemischen Elemente der 8. Hauptgruppe (neu, nach IUPAC: Gruppe 18) des Periodensystems (PSE) bezeichnet: Helium (He), Neon (Ne), Argon (Ar), Krypton (Kr), Xenon (Xe), Radon (Rn).
|