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Elektrochemie fürs Elektromobil - Beiträge auf dem Wissenschaftsforum
"Deutschland wird elektromobil" verkündete das BMBF am 19. August, nachdem das Bundeskabinett den Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität beschlossen hatte.
Allein etwa 170 Millionen will das BMBF für Batterie-Forschung aufwenden, für die Elektromobilität rund 200 Millionen Euro. Für die Fachgruppe Angewandte Elektrochemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) eine erfreuliche Nachricht, gehören doch die Batterie- und die Brennstoffzellen-Forschung zu ihren wichtigsten Themen.
Auf der Jahrestagung der Fachgruppe Angewandte Elektrochemie, die anlässlich des Wissenschaftsforums Chemie 2009 vom 30. August bis 2. September in Frankfurt/Main stattfindet, berichten Professor Dr. Martin Winter, Universität Münster, und Dr. Kai-C. Möller vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, Würzburg, über Materialien für Energiespeicher als Schlüssel zur Elektromobilität. In beiden Vorträgen werden Lithium-Ionen-Batterien angesprochen, sind sie doch heute die leistungsfähigsten Batteriesysteme. Bis zu ihrer Markteinführung 1991 waren Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhydrid-Batterien dominierend. Sie wurden aber nach und nach von Lithium-Ionen-Batterien verdrängt.
Die Markteroberung begann mit kleinen Anwendungen, beispielsweise mit Batterien für Mobiltelefone. Inzwischen taugen Lithium-Ionen-Batterien auch für Elektrofahrzeuge. Ihr Vorteil: hohe Energiedichten; ihr Nachteil und limitierender Faktor für neue Einsatzgebiete: begrenzte Leistungsdichten.
Wegen ihrer hohen Leistungsdichte im Vergleich zu Batterien erforscht man am Fraunhofer-Institut auch elektrochemische Doppelschichtkondensatoren, die eine wesentlich schnellere Aufnahme und Abgabe von elektrischer Energie ermöglichen und sich dadurch als leistungsstarker Energiespeicher in Hybridfahrzeugen anbieten. Hier sind jedoch die Energiedichten derzeit noch zu niedrig. Deshalb will man die Doppelschichtkondensatoren mit batterieähnlichen Mechanismen der Ladungsspeicherung kombinieren und hat hier durch Nanostrukturierung der Kondensatoroberfläche und Bildung einer pseudokapazitiven Metalloxidschicht schon gute Erfolge erzielt.
Quelle: Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. - 25.08.2009.
Mehr zu diesem Thema:
+ + + Kabinett beschließt Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität + + + Batterie-Forschung ist Innovationstreiber + ++ BMBF gibt 200 Millionen Euro + + +
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Vor der breiten Einführung von Elektrofahrzeugen ... mehr
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Um die Energieversorgung unabhängiger von fossilen Brennstoffen zu machen, braucht es regenerative Energieerzeugungskonzepte. Darin könnten sich elektrisch angetriebene Fahrzeuge künftig als mobile und flexible Bestandteile etablieren ... mehr
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Hersteller und Ingenieursdienstleister für Elektro- und Hybridfahrzeuge können ihre Produkte ab Mitte 2010 im Hinblick auf Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit im renommierten Fraunhofer-Institut erproben und absichern lassen. Das Fraunhofer LBF verwendet rund 3,5 Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm I der Bundesregierung, um seine Expertise in der Betriebsfestigkeit, der Systemzuverlässigkeit und im Prüfstandsbetrieb für die neue Fahrzeuggeneration nutzbar zu machen. In einem ... mehr
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Am 4. Januar 2010 startet die Universität Duisburg-Essen (UDE) eines der größten deutschen Hochschul-Projekte zur Erforschung der Elektromobilität.
In das Großprojekt sind insgesamt 15 UDE-Lehrstühle unterschiedlicher Disziplinen mit mehr als 50 Wissenschaftlern eingebunden. Ingenieure, Ökonomen, Physiker, Informatiker und Psychologen wollen in dem Projekt untersuchen, wie Elektromobilität in einer Metropolregion wie NRW praxistauglich ungesetzt werden kann.
Sämtliche Aspekte der Elektromobilität im Blick
Der Sprecher des Projekts, Prof. Ferdinand Dudenhöffer: "Es geht uns um etwas deutlich anderes, als die bloße Entwicklung ... mehr
Die Fraunhofer Gesellschaft erhält 30 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung zur Umsetzung der "Systemforschung Elektromobilität". Über 30 Fraunhofer Institute werden daran mitwirken, bis Mitte 2011 ein nachhaltiges Verkehrssystem auf der Basis von Strom vorzubereiten.
Fraunhofer Forschungsvorstand Prof. Dr. Ulrich Buller führt das Projekt. Er hat den Leiter des Darmstädter Fraunhofer-Instituts für Betriebszuverlässigkeit und Systemzuverlässigkeit, Prof. Dr. Holger Hanselka, zum Hauptkoordinator eingesetzt. Neben der organisatorischen Funktion ist das Fraunhofer LBF auch mit vielfältigen Forschungsarbeiten am Gesamtprojekt beteiligt.
"Der Verkehr ist der gordische Knoten auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wirtschaft", so Professor Dr. Ulrich ... mehr
Bundesumweltministerium fördert Forschungsprojekt LithoRec
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat heute, am 11. September 2009, den Startschuss für das Großprojekt "LithoRec" zum Recycling von Lithium-Ionen-Batterien gegeben. Ein Konsortium aus fünf Instituten der Technischen Universität Braunschweig, einem Institut der Universität Münster und zehn namhaften Unternehmen wird bis Ende 2011 entsprechende Technologien erforschen und entwickeln. "Wir wollen, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf der Straße fahren. Deshalb müssen ... mehr
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