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MMaterialsNews vom 23.04.2009

Elektromobilität: Chancen und Risiken für Zulieferer

Kaum ein Thema wird derzeit im Automotive-Kontext so heiß diskutiert wie die Elektromobilität. Wie sich Zulieferbetriebe in einer auf Elektromobilität gründenden Automobilindustrie positionieren können, untersucht das Fraunhofer IAO im Rahmen des Innovationsnetzwerks Future Car (FuCar).
Wann elektromobile Antriebe den Verbrennungsmotor auf breiter Front ersetzen, ist umstritten. Einigkeit herrscht bei Experten jedoch darüber, dass der anstehende Systemwechsel hin zur Elektromobilität die althergebrachten Strukturen der gesamten Automobilbranche durcheinander werfen wird. Neue Technologien, Komponenten, Systeme und Module werden benötigt und diese in Serienqualität. Dabei geht mit dem Einsatz von elektrischen Antrieben nicht nur ein Wandel der direkten Antriebskomponenten (Motor, Getriebe, Tank, Leistungselektronik, Bremsanlage etc.) einher, vielmehr strahlt der Systemwechsel auf beinahe sämtliche Fahrzeugkomponenten wie Karosserie (Stichwort Leichtbau, Dämmung), Elektronik und Klimatisierung ab. Offen ist, neben der generellen Systemfrage, welche Marktteilnehmer welche Kompetenzen aufbauen und sich damit in einem komplett neuen Wertschöpfungsgefüge wie positionieren können.

Sämtliche Automobilhersteller haben das Thema auf ihre FuE-Agenda gesetzt und positionieren sich entsprechend. Jedes Unternehmen der Automobilzulieferindustrie ist daher ebenfalls gut beraten, sich bereits heute mit den anstehenden Veränderungen intensiv auseinanderzusetzen und das eigene Technologiemanagement entsprechend auszurichten. Nur so kann sichergestellt werden, dass Alternativen zu erodierenden Wertschöpfungsanteilen aufgebaut werden können und die Unternehmenszukunft in einer veränderten Branche gesichert wird.

Das Fraunhofer IAO baut derzeit das Innovationsnetzwerk FuCar mit der Zielsetzung auf, Zulieferbetriebe bezüglich der Positionierung in einer E-Mobility-Wertschöpfungsarchitektur zu unterstützen. Die methodische Kompetenz und die Erfahrung des Fraunhofer IAO als neutrale wissenschaftliche Instanz werden genutzt, um zukünftige Trends und Entwicklungen im Umfeld der Elektromobilität zu identifizieren, analysieren und für die Netzwerkpartner nutzbar zu machen. Damit kann die unternehmensspezifische Strategieentwicklung auf eine belastbare Basis gestellt und unternehmensübergreifenden Produktentwicklungen der Weg geebnet werden.

Das Innovationsnetzwerk FuCar wird im Sommer dieses Jahres offiziell gestartet, interessierte Unternehmen können sich bezüglich weiterführender Informationen mit untenstehendem Kontakt in Verbindung setzen.

Quelle: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO / IDW.

Weitere Informationen

Fraunhofer IAO
Florian Rothfuss
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart

Telefon +49 711 970-2091
Fax +49 711 970-2299
florian.rothfuss@iao.fraunhofer.de
Recherchiert und dokumentiert von:
Dr.-Ing. Christoph Konetschny
Material- und Nanoexperte der
Technologie-Agentur Materialsgate

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