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MMaterialsNews vom 27.11.2007

Dr.-Ing. Joachim Bös, Fraunhofer LBF, und Dr. Stefan Mohr, Head Sport AG, wollen gemeinsam den Klang von Tennisschlägern optimieren. Foto: Fraunhofer LBF

Sound Engineering für den optimalen Klang

Akustische Geräusche wie Lärm sind unangenehm und machen krank. Akustik wird jedoch auch bewusst eingesetzt, um Produkte zu optimieren oder ihnen einen einzigartigen Sound zu verleihen.
Auf der 2. Fachtagung "Sound Engineering: Analyse - Konstruktion - Anwendung" am 20. und 21. November 2007 im Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF in Darmstadt diskutierten Forscher und Anwender dieses branchenübergreifende Themenfeld. Die Veranstaltung des Hanser Verlags bot einen Überblick über die Vielfältigkeit des Einsatzes von Sound Engineering.
Das richtige Knuspergeräusch eines Kekses macht Appetit, der Sound eines Motorrads stört zwar die Nachbarschaft, für den Fahrer klingt er dagegen wie Musik in den Ohren. Die Soundwahrnehmung wird auch von weiteren Eindrücken beeinflusst: So werden beispielsweise schnell vorbeifahrende rote Züge lauter empfunden als grüne. Hier setzt Sounddesign an. "Akustische Simulationen, Prognosen, Messverfahren und Analysen sind die Vorraussetzung für Sound Design.", so Tagungsleiter Dr.-Ing. Joachim Bös vom Fraunhofer LBF. "Dabei werden auch neue Fertigungsverfahren und Materialentwicklungen sowie Design und Konstruktionsmodifikationen berücksichtigt."

Besonders im Automobilbereich hat das Design von Sound einen hohen Stellenwert: Das akustische Profil von Sportwagen wird heute optimal auf das menschliche Gehör abgestimmt. Sogar im sportlichen Sektor spielt der Klang eine Rolle, wie Dr. Stefan Mohr, Head Sport AG, Kennelbach, Österreich, berichtet: "Der Sound von Tennisschlägern wird immer mehr zu einem bedeutenden Produktmerkmal. Er soll die Funktionalität des Rackets unterstützen und sie dem Spieler kommunizieren. Unser Konzept lautet: Klang statt Geräusch!".

Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF.
Recherchiert und dokumentiert von:
Dr.-Ing. Christoph Konetschny
Material- und Nanoexperte der
Technologie-Agentur Materialsgate

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