MMaterialNews vom 09.10.2006

Energieeffizientes Bauen und Sanieren

Dämmstoffe und Brandschutzplatten / Pigmente und Bindemittel / Bauhilfsstoffe und Türbeschichtungen / Lösungen für das Fliesenverlegen
Energieeffizientes Bauen und Sanieren – mit diesem Themenschwerpunkt präsentiert die BASF eine breite Rohstoff- und Produktpalette auf der BAU 2007, der Messe für Bauen und Wohnen, die vom 15. bis 20. Januar 2007 in München stattfindet. In Halle A4, Stand 303, zeigt das Unternehmen Innovationen, Marktkompetenz und Anwendungsknowhow für fast alle Baumaßnahmen am Haus, vom Keller bis zum Dach. Damit spricht das Unternehmen sowohl Architekten, Planer und Handwerker als auch Verarbeiter von Bau-Produkten, Händler und Endkunden an. Die neue Bauchemiesparte der BASF ist durch die Tochtergesellschaft PCI Augsburg mit einem eigenen Stand vertreten, die BASF-Tochter Elastogran findet sich auf dem BASF-Stand.

Mit Dämmstoffen Energie sparen und Kosten senken

Zum ersten Mal wird das Potenzial des silbergrauen Wärmedämmstoffs Neopor® (EPS) richtig ausgeschöpft: Auf der Messe sind Wärmedämmplatten aus Neopor® zu sehen, die die hohen Wärmeschutz-Anforderungen des neuen Qualitätstyps 032 (Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit: 0,032 W/(m*K)) des Fachverbands WDVS erfüllen. Außerdem stellen die Neopor®-Experten ein neues Berechnungs- und Beratungsprogramm für Neopor® und andere BASF-Dämmstoffe vor, mit dem deren Leistungsfähigkeit berechnet und mit Grafiken dargestellt werden kann. So können Fachleute als auch Laien schnell nachvollziehen, welche Kosten und mögliche Energieersparnis sich aus einer energetischen Modernisierung mit verschiedenen Dämmmaßnahmen ergeben.

Wie gut sich das grüne Styrodur® C, der druckfeste, extrudierte Polystyrol-Hartschaumstoff (XPS) der BASF, für die energieeffiziente Sanierung und Modernisierung von Altbauten eignet, zeigen die Experten am Messestand. Mit den Wärmedämmplatten lassen sich beispielsweise Flachdächer und Dachräume kostengünstig auf den heutigen Wärmeschutzstandard bringen. Bei der schnellen und professionellen Modernisierung von Bädern bieten Styrodur®-C-Platten, die beidseitig mit glasgewebeverstärktem Spezialmörtel beschichtet sind, eine stabile, wasserfeste und wärmedämmende Fliesenunterlage. Zur maßgeschneiderten Sockel- und Kellerdeckendämmung sowie zum Frostschutz von Gründungen stehen verschiedene Ausführungen von XPS-Platten zur Verfügung.

Brandschutz und Veredelung für Türen

Die BASF bietet ihre Palusol®-Brandschutzplatten jetzt auch als Sandwichsystem (SW) im Verbund mit hochdichten Faserplatten (HDF) an. Das neue Palusol® SW ist in unterschiedlichen Zusammenstellungen erhältlich: als einfache Kombination von einer Palusol®-Platte mit einer HDF bis hin zu mehrschichtigen Sandwich-Strukturen. Auf diese Weise wird die Fertigung von Brandschutztüren erleichtert, eine der wichtigsten Anwendungen für das Material: Für den Kunden entfällt der aufwändige Produktionsschritt, die einzelnen Palusol® -Brandschutzplatten mit anderen Türkomponenten zu verkleben. Einige der Sandwiches sind darüber hinaus als Bauteile oder Bauteilkomponenten erfolgreich auf Brandwiderstand getestet.

Die BASF erweitert ihren Service rund um PermaSkin®, die innovative Beschichtungstechnologie. Am Standort Ludwigshafen steht seit kurzem eine Technikumsanlage für Bemusterungen und Protoserien bereit. Kunden können so vor Ort anhand ihrer Produkte prüfen, wie thermoplastische Hochleistungsfolien aus wetterfestem und UV-stabilem Luran® S auf Bauteile aus Holz, Metall oder Kunststoff aufgetragen werden. Das Ergebnis sind detailgetreue, hochwertige und langlebige Oberflächen für Türen, Fensterrahmen, Fassaden und andere Bauelemente. Wie die Technologie funktioniert, zeigt ein Film am Messestand.

Pigmente und Bindemittel – bunt, kühl und gut dosiert

Die innovativen Xfast® Stir-in-Pigmente eignen sich hervorragend zum Einfärben von Farben, Putzen, Spachtelmassen, Holzlacken und -lasuren. Sie zeichnen sich besonders durch ihre flexible, sichere und saubere Handhabung aus. Mit dem Xfast® POS-Dispenser stellt BASF zudem die erste Dosieranlage für den Handel vor, die für Stir-in-Pigmente geeignet ist. Der Dispenser wurde in Kooperation mit dem Marktführer für Dispensertechnologie, Fast & Fluid Management, Sassenheim (Niederlande), entwickelt.

Mit den neuen NIR-transparenten Schwarzpigmenten Lumogen® Schwarz FK 4280 und Lumogen® Schwarz FK 4281 wird selbst bei tiefschwarzen Konstruktionselementen für die Bauindustrie die Wärmeaufnahme durch Sonneneinstrahlung halbiert. Die ausgeprägte Transparenz von Lumogen®-Schwarzpigmenten im Bereich der solaren Infrarotstrahlung zwischen 750 und 2500 nm halbiert die Wärmeaufnahme durch die Sonneneinstrahlung mit dem Ergebnis, dass die Bauteile kühler bleiben.

COL.9® ist die neue Bindemittelgeneration der BASF für Außenanstriche mit außergewöhnlicher Resistenz gegen Anschmutzung. Bei diesen Bindemitteln werden anorganische Nanopartikel homogen in organische Polymerteilchen wässriger Dispersionen eingearbeitet und fixiert. Die daraus entstehenden Nanokompositdispersionen vereinen die Vorzüge anorganischer Bindemittel wie Härte und Atmungsaktivität mit denen organischer Bindemittel wie Elastizität und wasserabweisender Wirkung.

Gipsbauplatten für die Klimaregulierung

Mit dem Produkt Micronal® PCM SmartBoard™ bietet BASF Architekten, Bauherren und Handwerkern einen Baustoff in Form einer fertigen Gipsbauplatte für den Leichtbau an, der durch den Einsatz von Latentwärmespeichern aktiv für ein angenehmes Raumklima sorgt. Verantwortlich dafür ist die hohe Wärmespeicherkapazität von Micronal® PCM SmartBoard™: Jeder Quadratmeter Gipsbauplatte enthält drei Kilogramm mikroverkapseltes Latentwärmespeichermaterial. Die Wärmespeicherkapazität eines 15 Millimeter dünnen Micronal® PCM SmartBoard™ erreicht mit 330 Kilojoule pro Quadratmeter die einer neun Zentimeter dicken Betonmauer.

Designfreiheit beim Schallschutz

Eine neue Variante des Melaminharz-Schaumstoffs Basotect® kann auf der BAU ebenfalls in Augenschein genommen werden. Sie heißt Basotect® UF und ist deutlich flexibler als das herkömmliche Basotect®. Damit eignet sich der duroplastische Schaumstoff erstmals für die Polsterung von Matratzen und Sofas. Mit der höheren Elastizität des Materials geht auch eine größere Verarbeitungs- und Designfreiheit als bei bisherigen Anwendungen einher, zum Beispiel bei der Schalldämmung von Innenräumen.

PCI - Premiere für Fußbodentechnik

Die jüngste BASF-Tochtergesellschaft PCI, Augsburg, ist mit zwei Ständen in Halle A1 vertreten: Neben Werkstoffen zum Fliesenverlegen und Produkten für Bauunternehmer präsentiert PCI erstmals auch die Fußbodentechnik mit einer eigenen Ausstellungsfläche und stellt „die schnellste Grundierung der Welt“ vor. Den Fachbesuchern werden Produktinnovationen und -weiterentwicklungen gezeigt, unter anderem in den Segmenten Leichtmörtel zur Fliesenverlegung, Reparaturmörtel und bituminöse Abdichtungsprodukte.

Elastogran – Wohnqualität mit Polyurethan (PUR)

Aus ihrem Sortiment stellt die Elastogran PUR-Produkte für energieeffizientes und unkompliziertes Bauen vor: Sandwichelemente, Dämmplatten und Spritzschaum für Industriebauten und den privaten Wohnungsbau. Zu sehen sein werden Sandwichelemente aus Elastopir™, dem neuen Polyurethan-Hartschaumsystem mit besonders guten Brandschutzeigenschaften auf Basis von Polyisocyanurat (PIR), und auch Elastopor® H, das vielfältig einzusetzende PUR-Hartschaumsystem. Auch die Elastogran stellt mit Quickline überzeugende Lösungen für das Fliesenverlegen vor: Hier können auch Laien Fliesen problemlos mit Hilfe eines Stecksystems verlegen, und zwar dank eines Spezialgitters, das durch PUR mit den Bodenfliesen verklebt ist.

Detail-Preis und Sonderpreis "Energieeffizientes Bauen"

Zum ersten Mal ist die BASF Partner bei der Verleihung des internationalen Detail-Preises, den der Detail-Verlag, München, auf der BAU für herausragende Architekturleistungen vergibt. Dabei fördert BASF den Sonderpreis "Energieeffizientes Bauen", mit dem ein Projekt ausgezeichnet wird, das architektonische Ästhetik mit energieeffizientem Bauen auf exemplarische Weise verbindet.

BASF AG.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
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Materialsgate Glossar

Bindemittel
Als Bindemittel werden Stoffe bezeichnet, durch deren Wirkung Feststoffe mit einem feinen Zerteilungsgrad – beispielsweise Pulver – miteinander bzw. auf einem Substrat verklebt werden. Bindemittel werden typischerweise in flüssiger Form den zu bindenden Stoffen bzw. Partikeln zugesetzt.
EPS
EPS ist die Abkürzung für „Expanded PolyStyrene“ - es handelt sich bei diesem Material um ein aufgeschäumtes Polystyrol mit sehr guten Wärmedämmeigenschaften.
Elastizität
Der Begriff Elastizität beschreibt in den Materialwissenschaften die Eigenschaft eines Materials, sich unter der Einwirkung von Kräften hinsichtlich seiner Form zu verändern - beim Wegfall der einwirkenden Kräfte jedoch in die Ursprungsform zurückzukehren.
HDF
HDF steht für den holzbasierten Werkstoff „Hochdichte Faserplatte“. Zu deren Herstellung werden Holzfasern mit Leim getränkt und unter Anwendung von Druck und Temperatur zu mechanisch stark belastbaren Platten verpresst.
Härte
Unter der Härte versteht man in der Materialwissenschaft den Widerstand, den ein Körper dem Eindringen eines anderen Körpers entgegensetzt.
Nanopartikel
Unter einem Nanopartikel versteht man den Verbund von einigen wenigen bis mehreren tausend Atomen oder Molekülen. Der Begriff bezieht sich auf die Größe der resultierenden Teilchen, die typischerweise zwischen 1 und 100 Nanometern liegt.
PCM
PCM steht für Phase Change Materials. Diese Materialien werden häufig als Wärmespeicher genutzt. Ihre Funktion basiert auf der Ausnutzung latenter Umwandlungswärmen bei Phasenübergängen.
PUR
PUR ist das Kurzzeichen für Kunststoffe und Kunstharze auf Basis der Polyurethane.
Sandwich
Als Sandwich wird ein Material- bzw. Werkstoffkonzept bezeichnet, das mehrere Werkstoffe – und damit verschiedene Eigenschaften – durch einen Lagen- bzw. Schichtaufbau miteinander kombiniert. Durch die Auswahl bestimmter Kern- und Decklagen können anwendungsrelevante Eigenschaften maßgeschneidert eingestellt werden.
Transparenz
Die Transparenz ist eine optische Materialeigenschaft. Sie charakterisiert die Durchlässigkeit von Werkstoffen und Materialien für elektromagnetische Strahlung. Im Bereich des sichtbaren Lichtes (Wellenlängenbereich etwa 400 bis 800 nm) nutzt man auch den Begriff Durchsichtigkeit.
nm
Abkürzung für Nanometer. Ein Nanometer entspricht 10-9 Meter.