MMaterialNews vom 26.01.2011

Nano: Hessen stellt Leitfaden zur Patentierung von Nanotechnologie vor

Deutschland ist im Bereich der Nanotechnologie und Nanowissenschaften führend. Dank der erfolgreichen Forschung in Unternehmen und Hochschulen wurde ein enormer Wissensschatz gebildet, den es zum Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft abzusichern gilt.
Als eines der führenden Bundesländer in Bereich Nanotechnologie hat Hessen nun eine Broschüre zum Thema Patentieren von Nanotechnologie veröffentlicht.

„Die Nanotechnologie liefert als bedeutende Querschnittstechnologie die Schaffung vielfältigen neuen Wissens über Herstellungsverfahren, Anwendungen und Sicherheitsaspekte“, so Wirtschaftsminister Dieter Posch. „Dafür waren und sind enorme Aufwendungen an Ressourcen notwendig. Daher hat der Schutz des Verwertungsrechtes für das geschaffene Wissen für den Hochtechnologiestandort Deutschland eine zentrale Bedeutung.“

Im Bereich der Nanotechnologie gibt es weltweit eine wachsende Anmeldesituation, wie in einer kürzlich veröffentlichten OECD-Statistik gezeigt wird. 2008 gab es allein beim Deutschen Patent- und Markenamt über 60.000 Patentanmeldungen, wobei der Großteil von inländischen Unternehmen kam. Bemerkenswert ist die Spitzenreiterposition der Region Darmstadt für Deutschland in dieser Auswertung, welche die technologische Stärke besonders der in Südhessen vertretenen Unternehmen zeigt. Allerdings ist das Instrument Patent auch mit Herausforderungen für die Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere Firmen, verbunden. Aspekte wie Kosten, Märkte, Nachteil der Offenbarung der Erfindung, Durchsetzungsmöglichkeiten müssen beleuchtet werden, um die optimale Strategie für den Schutz des Know-Hows zu erreichen. Patente sind daher immer nur ein Baustein einer integrierten Vorgehensweise von Unternehmen und Universitäten.

Die vom Patentinformationszentrum in Darmstadt erstellt Broschüre gibt Antworten auf die Fragen: Wie ist Nanotechnologie patentrechtlich einzuordnen? Wie lässt sich neu geschaffenes Nano-Wissen sinnvoll absichern? Welche Chancen eröffnen Patentkooperationen? Sie gibt damit fundierte Entscheidungshilfe zum Umgang mit Nano-Know-how.

Quelle: Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung - 25.01.2011.

Die Broschüre ist in der Schriftenreihe Hessen-Nanotech erschienen und kann unter www.hessen-nanotech.de/veroeffentlichungen kostenlos bestellt oder als PDF-Datei heruntergeladen werden.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
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Nanotechnologie
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