Der Hochleistungskunststoff Ultrason® KR 4113, Vertreter der Polyethersulfon-Familie (PESU) der BASF, bietet gegenüber allen anderen Varianten des Ultrason-Sortiments das bisher beste Gleitreibeverhalten. Erreicht wird diese Eigenschaft durch die Einarbeitung von Kohlefasern, Graphit und PTFE (Polytetrafluorethylen). Erstmals mit modernster Technik genau vermessen hat den Kunststoff die Nanoprofile GmbH in Kaiserslautern. Das Unternehmen ist auf tribologische Untersuchungen, d.h. auf Reibungs- und Verschleißprüfungen bei Hochleistungspolymeren spezialisier.
Während die Verschleißrate für klassisches Ultrason E 2010 bei etwa 420 (10-6 mm³ N-1 m-1) liegt, erzielt das mit Kohlefasern verstärkte Ultrason E 2010 C6 einen Wert von nur 3,0 und Ultrason KR 4113 sogar nur 1,5. Die Experten von Nanoprofile führten in diesem Fall unidirektionale Gleitverschleißprüfungen nach dem Ring-auf-Platte-Prinzip durch. Hierbei gleitet eine Kunststoffprobe unter hoher Last, ohne Schmiermittel und mit definierter Geschwindigkeit auf einem ringförmigen Gegenkörper aus gehärtetem Chromstahl. Gemessen wurde das Eindringen des Gegenkörpers in den Probekörper.
Erste Serienanwendung
Der Werkstoff Ultrason KR 4113 bietet neben den nun exakt und von unabhängiger Stelle nachgewiesenen geringen Verschleiß- und Reibwerten die bekannten Vorteile von Ultrason: Ölbeständigkeit, hohe Dimensionsstabilität und Temperaturbeständigkeit bis 200 °C. So ist er geeignet für Spezialanwendungen wie die neue Ölpumpengeneration der Schwäbischen Hüttenwerke (SHW). In den drehzahlabhängig geregelten Ölpumpen von SHW zeigt der Kunststoff ein besseres Verschleiß- und Gleitreibeverhalten als galvanisiertes Aluminium.
Quelle: BASF – 12.01.2010.