MMaterialNews vom 14.10.2009

Sportlich, gesund – und am Computer entstanden

+ + + Erster Hochleistungsautositz mit BASF-Kunststoffen im Opel Insigia OPC in Serie + + + Opel Insignia OPC mit über 20 Bauteilen aus BASF-Kunststoffen + + +
Die Hochleistungsvordersitze des neuen Opel Insignia OPC – ausgezeichnet mit dem Gütesiegel der Aktion Gesunder Rücken e.V. (AGR) – sind von Opel und Recaro mit Unterstützung der BASF entwickelt worden und bestehen aus zwei speziellen Polyamiden der Familie Ultramid® sowie dem Spezialschaumstoff Neopolen®. Die Auslegung von Sitzschale, Lehnenschale und Quertraverse erfolgte über das inzwischen universelle Simulationspaket ULTRASIM™ der BASF. Die Kunststoffbauteile ersetzen den bisher verwendeten Stahlrahmen. Ausgestellt wird der großserientaugliche Performance-Sitz zusammen mit dem Opel Insignia OPC auf der Messe Fakuma in Friedrichshafen, vom 13. bis 17. Oktober in Halle B4, Stand 4108, in der Nähe des BASF-Stands (B4, Stand 4308).

Mit Hilfe ihres Programmpakets waren die BASF-Entwickler in der Lage, die Anforderungen von Recaro und Opel an geringes Gewicht, gute mechanische Festigkeit, hohe Ergonomie sowie sportliches Design im Rahmen der Bauteilgestaltung zu erfüllen. Da sich die Sitzstruktur mit dem Simulationsinstrument am Rechner vorhersagen ließ, konnten die Kunststoffteile bezüglich der Crash-Anforderungen zuverlässig ausgelegt und optimiert werden. In der Sitzschale kommt Ultramid B3ZG8 zum Einsatz, ein besonders zähes, aber auch ausreichend steifes PA6, das eine hohe Energieaufnahme gewährleistet. In der großen freistehenden Lehnenschale ebenso wie in der Quertraverse wird Ultramid B3G10 SI verwendet. Mit diesem ebenfalls für Crashanwendungen optimierten Material lassen sich trotz der hohen Füllung mit Glasfasern gute Oberflächen erzeugen, was den Innenraumanforderungen, die an die Sitzlehne gestellt werden, sehr entgegenkommt. Für diese beiden Materialien liegen die für eine Simulation mit ULTRASIM notwendigen genauen Materialkenndaten vor. Bei der Fertigung der hohen Lehne spielt vor allem die Verarbeitbarkeit, also die Fließfähigkeit des Materials, eine wichtige Rolle. Der Einleger auf der Lehnenschale besteht aus Neopolen P 9225 K (EPP), das als Energie absorbierender Schaumstoff gleichzeitig Kanten abdeckt und vor allem als Modulträger für Motoren und Sitzkomponenten wie die Lendenwirbelsäulenstütze dient.

Auf der K2007 hatte das damals neu gegründete BASF-Kompetenzteam für Sitze zusammen mit Recaro und Opel einen Prototyp aus verschiedenen BASF-Materialien vorgestellt. Diese breite Kompetenz in der Material- und Bauteilentwicklung ist nun direkt in die Serienentwicklung des Opel Insignia OPC-Sitzes eingeflossen, der darüber hinaus die globalen Anforderungen von GM an das Crash-Verhalten erfüllt.

Live auf der Fakuma: Opel Insignia OPC bei der BASF

Zu sehen sein wird der neue Sitz zusammen mit dem Opel Insignia OPC auf der Messe Fakuma. Das Fahrzeug enthält serienmäßig mehr als 20 Einzelbauteile aus BASF-Kunststoffen: Vom Lower Bumper Stiffener (LBS) und dem hochfesten Motorlager aus Ultramid über zahlreiche Innenraumteile aus Terblend® N (ABS+PA) und Miramid® (PA) bis hin zu Instrumententafeln aus Elastoflex® (PUR) und Außenanwendungen wie Spiegelgehäusen aus Luran® S (ASA).

Quelle: BASF – 13.10.2009.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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