Ein- und zweikomponentige Formulierungen auf der Basis von wässrigen Polymerdispersionen der Produktlinie Bayhydrol® können in der Effektlackierung bisher ungenutzte Produktivitätspotenziale erschließen und schonen gleichzeitig die Umwelt. Im Rahmen des Messeauftritts unter dem Motto „Water is green“ präsentiert Bayer MaterialScience AG entsprechende Bindemittel auf der diesjährigen European Coatings Show in Nürnberg.
Effektlacke, wie sie in der Automobillackierung verbreitet eingesetzt werden, stellen häufig besondere Anforderungen an das verwendete Bindemittel. Neben den rheologischen Eigenschaften, die großen Einfluss auf die Orientierung der Pigmentpartikel und damit die Effektausprägung haben, ist auch ein besonderes Antrocknungs- bzw. Zwischentrocknungsverhalten unentbehrlich, damit die nachfolgende Applikation des Klarlacks auf ökonomische Weise „nass in nass“ erfolgen kann. Zusätzlich zu den optischen Eigenschaften übernehmen solche Zwischenschichten in modernen, „grünen“ Lackierkonzepten auch die Aufgabe des Steinschlag-Schutzes. Sie machen so die Applikation eines zusätzlichen Einbrennfüllers verzichtbar. „Solche füllerlosen Lackaufbauten ermöglichen es damit, Lackier- und Entsorgungskosten zu senken und die Produktivität der Lackierlinie zu steigern“, betont Heino Müller, Experte für 1K-Einbrenndispersionen.
Je nach Anwendung, Substrat und Vernetzungsbedingungen stehen diverse hydroxifunktionelle Polyurethan-, Polyacrylat- und Polyester-Dispersionen aus der Produktreihe Bayhydrol® lösemittelfrei zur Verfügung. So lassen sich zum Beispiel mit dem hochmolekularen Polyurethan-Bindemittel Bayhydrol® UH 2621 harte bis hoch flexible Lacke mit maßgeschneidertem Antrocknungsverhalten formulieren, geeignet für die feinstzerstäubende Serienlackierung, aber auch für die konventionelle, luftunterstützte Spritzpistolen-Applikation. Speziell für so genannte „AntiChip“-Basislacke (mit integrierten Füller-Eigenschaften) bietet Bayer MaterialScience ein umfassendes Bindemittel-Sortiment sowohl für die Einbrenn-Serienlackierung als auch für hoch reaktive Lacksysteme, die schon bei niedrigen Temperaturen aushärten.
Durch Kombination mit Vernetzern aus den Sortimenten Bayhydur® bzw. Desmodur® ergeben diese Dispersionen zweikomponentige sowie mit blockierten Polyisocyanaten (Bayhydur® BL) einkomponentige wässrige Einbrennsysteme (Bayhytherm®).
„Unsere hoch flexibel einsetzbaren Bindemittel tragen wesentlich dazu bei, immer neue Optimierungs- und Formulierungsmöglichkeiten für wässrige Effektlacke zu erschließen“, betont Heino Müller. Auch über die Automobilindustrie hinaus dringen solche Lacksysteme daher in neue Anwendungsgebiete vor. Ein Beispiel dafür ist die attraktive und effiziente Lackierung von Fahrradrahmen, die sich derzeit in der Erprobung befindet.
Quelle: Bayer MaterialScience.