MMaterialNews vom 18.03.2009

FNR präsentiert Naturfaser-Auto auf der Achema 2009

Exponat demonstriert die Praxisreife von Biowerkstoffen
Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), Projektträger des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV), beteiligt sich auch in diesem Jahr am weltgrößten Ausstellungskongress für Chemietechnik und Prozessindustrie. Im Mittelpunkt der FNR-Präsentation am Stand J 21 in Halle 4.2 stehen die Themen Biokunststoffe, Biowerkstoffe und Weiße Biotechnologie. Unter anderem ist das BioConcept-Car des Musikers und Rennfahrers Smudo zu besichtigen, das exemplarisch für den Einsatz von Bioverbundwerkstoffen steht.

Erstmalig greift die Achema das Thema Nachwachsende Rohstoffe in einer eigenen Teilausstellung auf. Die Sonderschau "Chemie und Biotechnologie regenerativer Rohstoffe und Energie" (Halle 4.2) verdeutlicht den Stellenwert der Rohstoffdiskussion für die Chemiebranche. Biomasse gilt als wichtiger Lösungsansatz für die Frage "Was kommt nach dem Öl?" und entsprechend groß ist das Interesse an Verfahren, Materialien und Produkten in diesem Bereich.

Spektakuläres Beispiel dafür ist das BioConcept-Car, dessen Karosserie aus Naturfaser-Verbundwerkstoffen (Flachs und Leinöl-Acrylat) besteht und das seine Praxistauglichkeit seit 2006 in Autorennen erfolgreich unter Beweis stellt. Aber auch mit alltäglicheren Exponaten zeigt die FNR dem Achema-Publikum, dass viele Werkstoffe und Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen längst Marktreife erlangt haben.

Schließlich sind Besucher, die sich über die Zertifizierung von Biomasse informieren wollen, am FNR-Stand richtig. Im Auftrag des BMELV betreut die FNR das momentan wohl am weitesten fortgeschrittene Projekt zum Nachweis einer nachhaltigen Produktion von Biomasse. Der internationale Pilotversuch konzentriert sich derzeit noch auf einen Nachhaltigkeitsnachweis für Biokraftstoffe, ist grundsätzlich aber übertragbar auf sämtliche Formen der Biomasseproduktion und logistik. Diese Ausweitung wird über kurz oder lang nötig sein, um nachwachsende Rohstoffe in allen Sektoren dauerhaft und in großem Stil umwelt- und sozialverträglich produzieren und nutzen zu können.

Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. / IDW.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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