MMaterialsgateNEWS vom 05.03.2009

Baustoff mit Zukunft: Starkes Stammholz ist besser als sein Ruf

Geht der Winter zu Ende, liegt eine arbeitsintensive Zeit hinter den Waldbauern: die Holzernte. Viele Waldbesitzer fragen sich, wie sie das gefällte Starkholz vermarkten sollen.
Denn diese über 40 Zentimeter dicken Baumstämme haben ein Absatzproblem. Die neuen Sägewerke und die Holzindustrie bevorzugen dünnere Stämme, da diese sich leichter verarbeiten lassen. Zu Unrecht, konnten Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) zeigen: Ein neues Verarbeitungsverfahren hilft dem Image der "starken Stämme" auf die Sprünge. Der moderne Holzbau verlangt zunehmend nach standardisierten Holzbauprodukten für optisch ansprechende Fassaden und weit gespannte Tragwerke. Viele Privatwaldbesitzer in Bayern, die einen hohen Starkholzanteil in ihren Wäldern haben, nutzen diese Marktchance bisher kaum. Denn die Holzindustrie bevorzugt dünnere Stämme - wagenradgroße Holzdurchmesser werden kaum gekauft. Unterstützung bekommen die Waldbesitzer jetzt von Wissenschaftlern der TU München: Prof. Gerd Wegener, Prof. Peter Glos und Forstassessor Michael Tratzmiller zeigen auf, wie das bisher unterschätzte starke Stammholz den anspruchsvollen Holzmarkt erobern kann. Die Forscher wissen: Holz ist nicht gleich Holz - und das bezieht sich nicht nur auf die Holzarten wie Fichte, Tanne und Lärche. Ein Stamm weist am Stammfuß generell andere Eigenschaften auf als zum Wipfel hin, auch um das Mark ist Holz anders beschaffen als in den Randbereichen. Ein Stück Holz aus dem äußeren Stammbereich von Starkholz hat gegenüber einem Stück aus Marknähe oder aus einem dünneren Stamm drei Vorteile: Erstens ist es fester, da es eine höhere Rohdichte

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