Premiere in München: Mitte November 2008 öffnet die „hybridica“-Messe erstmals ihre Pforten und bietet die bisher größte internationale Fachmesse-Plattform zum Thema hybride Bauteile. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung und Herstellung von Metall-Kunststoff-Komponenten. Auch die Ulmer Wieland-Werke AG nutzt die neue Messe, um sich dem internationalen Fachpublikum zu präsentieren. Als einer der weltweit führenden Hersteller von Halbfabrikaten aus Kupfer und Kupferlegierungen zeigt Wieland ein breites Produktspektrum an Bändern und Drähten für den Elektronik- und Elektrotechnik-Bereich. Hybride Bauteile nehmen für Halbzeughersteller wie Wieland einen zunehmend hohen Stellenwert ein, denn ein großer Anteil der Metall-Halbfabrikate wird in der Produktion direkt oder indirekt mit Kunststoff verbunden. Dabei gewinnen kombinierte und integrierte Fertigungsverfahren an Bedeutung. In München setzt Wieland nicht nur auf die neue Spezialmesse „hybridica“, sondern auch auf das Synergiepotenzial der parallel auf dem Messegelände stattfindenden „electronica“, der Weltleitmesse für Elektronik-Komponenten und -Systeme. Im Fokus des Wieland-Messeauftritts auf der hybridica stehen die neuen, feinkörnigen SUPRALLOY-Bronzen, diverse Spezial-Bänder und -Drähte sowie die Fachkompetenz des Unternehmens in der Oberflächenveredelung. Mit dem hybridica-Messeauftritt spricht Wieland Entwickler von elektrischen, elektronischen und elektromechanischen Bauelementen an – darunter insbesondere Entscheider, die für die Materialauswahl und die Prozesstechnik in Bezug auf hybride Bauelemente verantwortlich sind.
Ein Ausstellungsschwerpunkt am Wieland-Messestand sind die feinkörnigen SUPRALLOY-Bronzen, die sich durch eine erheblich feinere Gefügestruktur als herkömmliche Bronzen auszeichnen: Die Korngrößen liegen bei maximal 3 µm gegenüber 8 µm bei Standardbronzen. Hierdurch werden wesentlich höhere mechanische Festigkeiten bei zugleich stark verbesserten Umformeigenschaften erreicht. Die elektrische Leitfähigkeit ist identisch mit der von Standardbronzen. Die neue Wieland-Werkstofffamilie ist als B14, B16 und B18 SUPRALLOY mit Zinngehalten von 4, 6 und 8 Prozent in jeweils mehreren Zuständen erhältlich. SUPRALLOY-Bronzen sind in Banddicken im Bereich von 0,08 mm bis 0,35 mm lieferbar und eignen sich hervorragend für „high-tech – low-cost“-Anwendungen in der Automotive-Industrie wie auch in Telekommunikations-Anwendungen. Bei entsprechenden Voraussetzungen können sogar Anwendungen mit Wieland SUPRALLOY-Bronze realisiert werden, die sonst den Hochleistungslegierungen vorbehalten sind.
Kompetenz in der Oberflächenbearbeitung
Ein weiterer Messefokus ist die Präsentation der Oberflächenkompetenz von Wieland. Neben den mechanischen Merkmalen haben vor allem die Oberflächeneigenschaften einen großen Einfluss auf die Qualität von Bauteilen. Hierbei trägt die Wieland-Werke AG den steigenden Anforderungen an Metallbänder als Ausgangsmaterial für Elektronik- und Elektrotechnik-Bauteile mit speziellen Oberflächen-Veredelungsverfahren Rechnung. Wieland stellt auf der hybridica Oberflächen mit höchster Qualität für Leadframe-Anwendungen vor – zur Herstellung von integrierten Schaltkreisen (IC). Des Weiteren präsentiert der Halbzeughersteller gefräste Stufenbänder für Leistungselektronik-Bauteile, feuerverzinnte und galvanisch verzinnte Bänder sowie feuerverzinnten Flachdraht und Elekronikdraht.
Feuerverzinnung als Korrosionsschutz – Bänder und Drähte
Wieland ist in Europa der führende Anbieter von feuerverzinnten Bändern aus Kupfer und Kupferlegierungen. Feuerverzinnung ist eine kostengünstige Möglichkeit zum Schutz vor Oxidschichtbildung auf elektromechanischen Bauelementen und damit zum Schutz vor Beeinträchtigungen des Kontaktwiderstandes. Auf der hybridica stellt Wieland unterschiedliche Verzinnungsvarianten vor, je nach den speziellen Anforderungen der Kunden: die Reinverzinnungs-Variante SnPUR, die getemperte Reinverzinnung SnTEM sowie SnTOP, eine Zinn-Silber Beschichtung, welche geringen Kontaktwiderstand bei hoher Verschleiß- und Temperaturbeständigkeit aufweist. Neu im Programm der Wieland-Werke ist Flachdraht aus hochleitfähigem Reinkupfer, der mit einer Feuerverzinnungsschicht beschichtet ist – für einen höheren Widerstand gegen Whiskerbildung in elektrischen Kontakten. Die Feuerverzinnung gewährleistet eine perfekte Haftung der Zinnschicht auf dem Grundwerkstoff.
Im Produktbereich Elektronikdraht ermöglicht Wieland mit speziellen Legierungszusätzen und Wärmebehandlungen, dass Werkstoffe Wechsellasten trotzen, hohe Ströme übertragen und auch lange Zeiten unter erhöhter Temperatur ohne zu große Relaxation überstehen. Die Werkstoffe K55, K65, K80 und K88 werden für Steckverbinderstifte, Spiralfederkontakte, wechsellastbeständige Litzen und hochfesten Lackdraht eingesetzt.
Wieland-Werke AG.