MMaterialNews vom 21.10.2008

Feel the light – OLED mit Touch-Funktion

Durchbruch bei Beleuchtungstechnologie
Organische Materialien ermöglichen vielfältige neue Bauelemente der Informationstechnik. Displays auf Basis organischer Leuchtdioden (OLED) sind bereits im Markt etabliert. Weitere Anwendungen sind unter anderem OLED-Beleuchtungslösungen und Beschilderungen, Organische Solarzellen oder Speicher.

Auf der Plastic Electronics 2008 stellt das Fraunhofer eine Weltneuheit aus:
Durchbruch bei Beleuchtungstechnologie
Feel the light – OLED mit Touch-Funktion

OLED (Organische Leuchtdioden) – ist eine der viel versprechendsten neuen Technologien für künftige Beleuchtungslösungen. Die OLED Technologie ist die erste wirkliche flächige Lichtquelle in der Beleuchtungsgeschichte. Sie überwindet die üblichen Einschränkungen der Punktlichtquellen, wie zum Beispiel Glühlampen oder LEDs. Ihre Funktionalität kann der Ausgangspunkt für hoch effiziente homogene flächige Lichtquellen sein. Außer dem Flächenaspekt haben OLEDs auch das Potenzial für völlig neue, innovative Lichtquellen, wie zum Beispiel strukturierte Beleuchtung für Beschilderungen oder farbvariierende, transparente und flexible Beleuchtungslösungen. Auf der Plastic Electronics 2008 zeigt das Fraunhofer IPMS zum ersten Mal eine bedeutende Innovation bei OLED Beleuchtungen: die weltweit erste interaktive, berührungsgesteuerte flache Lichtquelle. Die Berührungssteuerung ist bei einer OLED als einziger Beleuchtungstechnologie sicher, da die OLED eine kalte Lichtquelle ist und Verbrennungen nicht möglich sind.

»Die Berührungsfunktion erzeugt ein komplett neues Gefühl von Licht. Es ist wie Magie: man schaltet das Licht lediglich durch eine Handbewegung ein.« bemerkt Jörg Amelung begeistert. Er ist Geschäftsfeldleiter für Organische Materialien und Systeme am Fraunhofer IPMS.

Das An- und Ausschalten und Dimmen des Lichtes kann nun einfach durch eine Handbewegung gesteuert werden, die die herkömmliche Schaltertechnik überflüssig macht. Normalerweise erfordert die Integration der Touch-Funktion zusätzliche berührungssensible Folien auf dem Bauelement. Die neu entwickelte Touch-Funktion jedoch kommt ohne zusätzliche Elemente aus, da mit der OLED selber die Berührungssignale detektiert werden. So kann fast jede OLED mit dieser Berührungsfunktion ausgestattet werden, basierend auf einem hierfür optimierten Ansteuerschaltkreis. Dadurch werden die Kosten des Systems verringert, ohne dass die Effizienz der OLED beeinflußt wird.

Jörg Amelung stellt das Thema »Herstellungsinhalte für OLED-Flächenlichtquellen« innerhalb des Lighting and Signage Symposiums der Plastic Electronics 2008 Konferenz, am 29. Oktober 2008, 14.00 Uhr, näher vor.

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme.

Weitere Informationen

Ines Schedwill
Telefon: +49 351 8823-238
Fax: +49 351 8823-266
info ipms.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme
Maria-Reiche-Str. 2
01109 Dresden
www.ipms.fraunhofer.de

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
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Empfohlene Literatur

Wolfgang Brütting
Wiley-VCH
Klaus Müllen et al
Wiley-VCH

Materialsgate Glossar

OLED
Die Abkürzung OLED steht für Organic Light Emitting Diode, dies lässt sicht treffend mit organische Leuchtdiode übersetzen.
Oleds
Oled ist die Abkürzung für organic light emitting diode. Als Oleds werden organische Leuchtdioden bezeichnet.