MMaterialsgateNEWS vom 22.09.2008

Teppiche aus Nanodraht: IPHT-Wissenschaftler entwickeln neuartige Solarzellen

Nanodrähte aus Silizium kombiniert mit Polymer-Schichten sind der Schlüssel zu neuartigen Solarzellen mit hohem Wirkungsgrad, die derzeit …
am Institut für Photonische Technologien in Jena (IPHT) entwickelt werden. Das Projekt wird im Rahmen der BMBF Ausschreibung "Organische Photovoltaik" mit insgesamt rund 1,5 Millionen Euro gefördert, 667.000 davon fließen in das IPHT. Partner sind das Thüringische Institut für Textil- und Kunststoff-Forschung in Rudolstadt, das Institut für Angewandte Physik der Uni Jena und die Firma Jenpolymer Materials Ltd. Kostengünstige erneuerbare Energiequellen zu entwickeln, ist in den Zeiten steigender Rohstoffpreise eine Notwendigkeit. Bisher setzt man in der Photovoltaik hauptsächlich auf anorganische Halbleiter wie Silizium und erreicht damit großtechnisch einen Wirkungsgrad von rund 17 Prozent. Allerdings erfordert die Herstellung einen sehr hohen Energie- und Materialeinsatz. Die Produktion von Kunststoffsolarzellen aus organischen Polymeren, jüngster Zweig der Photovoltaik, ist dagegen mit nur geringem Energieaufwand verbunden, dafür liegt der Wirkungsgrad derzeit bei nur fünf Prozent. Diesen zu steigern hat sich das Projekt HyPoSolar ("Hybridsolarzellen aus halbleitenden Polymeren und Silicium-Naowirestrukturen") zum Ziel gesetzt, das jüngst am IPHT gestartet ist. "Wir kombinieren Polymere mit Silizium-Nanodrähten, eine Idee, die vollkommen neu ist", erläutert Dr. Fritz Falk, Leiter der Abteilung Photonisches Silicium am IPHT. Der Einsatz der Nanodrähte vergrößert im Vergleich mit ebenen Substraten die Oberfläche der Solarzelle

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