Mit höheren Marktanforderungen an Funktionalität und Systemminimierung steigt auch die Anforderung an moderne Verbundbauteile, auf Änderungen reagieren zu können. Dieses "Mitdenken" erfordert Detektoren, die ihr Umfeld zuverlässig wahrnehmen können. In modernen Produktionsverfahren zeigt sich hier eine Lücke zwischen Sensortechnologie und einer kostengünstigen, massentauglichen Bauteilproduktion. Genau hier setzt der Arbeitskreis "AK Sensorierung von Verbundwerkstoffen" des Vereins Fiber International Bremen (FIB) e.V. an, der neben Unternehmen von der Universität und Forschungseinrichtungen in Bremen getragen wird. Die Kick-off-Veranstaltung des "AK Sensorierung von Verbundwerkstoffen" fand vor kurzem im Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) in Bremen statt. Mehr als 60 Akteure aus ganz Deutschland nahmen teil und diskutierten über Lösungsansätze, um die Integrationslücke zwischen Sensortechnik und Verbundwerkstoffen zu schließen.
Einen Einblick in die aktuellen Technologietrends bzw. -bedarfe gaben namhafte Referenten aus Industrie und Wissenschaft. Neben Vorträgen aus Forschung (Fraunhofer IFAM, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Institut für Photonische Technologien e.V., Mobile Research Center) und Wirtschaft (Hella Fahrzeugkomponenten GmbH, Airbus AG, Siemens AG) wurden bei dem Treffen bereits sechs konkrete Projektideen diskutiert. Diese werden jetzt durch Projekt-Teams aus dem Pool der Teilnehmer unter der Leitung des FIB vorangetrieben. Als Gründungsmitglied des FIB und Kompetenzträger im Faserbereich ist auch die Universität Bremen über ihre Experten in die Projektaktivitäten eingebunden. Im Rahmen der nun jährlich stattfindenden Arbeitskreistreffen wird über den jeweiligen Status der Projektarbeit berichtet sowie die Initiierung weiterer Projekt-Themen vorangetrieben. Interessant sind dabei sowohl alle möglichen technologischen Ansatzpunkte, wie zum Beispiel sensoraktive Oberflächenschichten, Fasersensoren im Bauteilvolumen oder sogar die Nutzung von sensorischen Eigenschaften der verwendeten Matrix als auch die Anwendung vielfältigster Sensorarten.
Universität Bremen / IDW