MMaterialsgateNEWS vom 15.08.2008

Gleichzeitig beatmen und operieren

+ + + Flexibles "Fibuskop" erleichtert Eingriffe in den Atemwegen + + + Anästhesist des Universitätsklinikums Heidelberg für Erfindung ausgezeichnet + + +
Fremdkörper oder Tumor in den Atemwegen: Bei schwierigen Eingriffen steht der Chirurg vor dem Problem, dass die kritische Stelle untersucht, möglicherweise entfernt und der Patient gleichzeitig beatmet werden muss. Mit den herkömmlichen Sichtgeräten (Endoskopen) ist dies manchmal schwer möglich; dann muss der Brustkorb eröffnet werden. Abhilfe könnte hier eine Erfindung von Dr. Christoph Schramm schaffen, der als Facharzt in der Klinik für Anästhesiologie (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Eike Martin) am Heidelberger Universitätsklinikum tätig ist: Mit dem von ihm konzipierten "Fibuskop", einem flexiblen Endoskop, wird der Patient beatmet und der Chirurg kann unter Sichtkontrolle auch schwierige Eingriffe vornehmen. Im April 2008 ist diese Erfindung mit dem "IT & Life Science"-Preis der baden-württembergischen Wirtschaftsiniative bwcon ausgezeichnet worden. Nun werden Firmen für die Entwicklung eines Prototyps gesucht. Mit dem starren Endoskop kann der Chirurg nicht "um die Ecke operieren" Eine Erdnuss in der falschen Kehle gelandet, ein Tumor entdeckt? Wenn ein Fremdkörper oder ein Krebsgeschwür aus den feinen Verästelungen der Atemwege entfernt werden muss, sind genauer Einblick und Fingerspitzengefühl gefragt. Bisher gibt es nur zwei Optionen: Das herkömmliche starre Endoskop lässt zu, dass der Patient während der Operation ausreichend Sauerstoff bekommt, aber der Chirurg kann damit nur "geradeaus" operieren

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