MMaterialsgateNEWS vom 05.05.2008

Lötverbindungen für Optiken

Klebstoffe halten die Linsen in optischen Geräten an Ort und Stelle. Setzt man Mikroskope und Kameras im Vakuum ein, führt das oft zu Problemen: Die Kleber können ausgasen …
und die Linsen verschmutzen. Eine Alternative ist, die Linsen zu löten. Werden Kameras und Mikroskope im Vakuum eingesetzt, macht ihnen das mitunter zu schaffen. Der Grund: Die Linsen und Prismen werden meist geklebt. Im Vakuum gasen die Klebstoffe aus, die Moleküle lagern sich auf den Linsen ab und verändern deren optische Eigenschaften. Auch bei hohen Temperaturen oder bei Lasern im UV-Bereich machen die Klebstoffe Probleme: Sie werden weich oder spröde, die optischen Komponenten können um einige Mikrometer verrutschen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF in Jena haben nun gemeinsam mit Ingenieuren von der Firma Pac Tech GmbH in Nauen eine Alternative entwickelt. »Wir löten die optischen Komponenten, statt sie zu verkleben«, sagt Dr.-Ing. Erik Beckert, Gruppenleiter am IOF. »Die Vorteile: Das Material, das dazu verwendet wird – der Lot – ist temperatur- und strahlungsstabil und leitet darüber hinaus Wärme und Strom.« Um den Lot genauso flexibel wie Klebstoff auf die Linsen aufbringen zu können, haben die Forscher das Verfahren des ‚Solder bumping’ aus der Elektronikfertigung angepasst: In einem Dosierkopf befinden sich kleine Lotkugeln. Sie rutschen einzeln in einen Trichter, wo ein Laserstrahl sie erhitzt und verflüssigt. Durch einen Stickstoff-Druckimpuls werden die flüssigen Lottropfen dorthin geschossen, wo sie die Optiken befestigen sollen. Auf der Linse kühlt der Lot innerhalb weniger Millisekunden ab

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