MMaterialNews vom 03.03.2008

Technologiefolgenabschätzung: Forschungsstrategie Nanotechnologie erarbeitet

Von der als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts geltenden Nanotechnologie werden innovative Produkte und großes wirtschaftliches Wachstum erwartet.
Andererseits ist wenig über die Risiken für Mensch und Umwelt bekannt. Bislang fehlen jedoch noch geeignete Instrumente für eine umfassende Risikoanalyse. Hier stehen alle Bewertungsbehörden vor dem gleichen Problem. Deshalb haben die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) eine gemeinsame Forschungsstrategie "Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanopartikeln" erarbeitet, die jetzt im Internet veröffentlicht wurde.

Der Entwurf der Forschungsstrategie wurde bei einer Dialogveranstaltung Ende November 2006 in Bonn vorgestellt, die das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam im BMU ausrichteten. Außerdem wurden nationale und internationale Fachleute um Kommentierung gebeten. Die Anregungen und Verbesserungsvorschläge wurden bei der vorliegenden Endfassung berücksichtigt.

In der Forschungsstrategie sind die Forschungsthemen identifiziert, die dringend für eine Risikobewertung bearbeitet werden müssen. Dabei ist allerdings die Finanzierung noch nicht geklärt. Die Forschungsstrategie befindet sich unter der Adresse http://www.baua.de/nanotechnologie auf der BAuA-Homepage.

Weitere Informationen:

http://www.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Nanotechnologie/Forschungsstrategie.html__nnn=true Link zur Forschungsstrategie "Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanopartikeln"

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin / IDW.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
Für die Richtigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der genannten Daten übernehmen wir zu keinem Zeitpunkt die Haftung.
Bitte diskutieren Sie die Verwendung und Eignung für Ihren konkreten Anwendungsfall mit den Experten der genannten Institution.

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Nanotechnologie
Die Silbe „Nano“ leitet sich von dem griechischen Wort „nãnos“ ab und bedeutet übersetzt "Zwerg". Die Nanotechnologie ist ein interdisziplinäres Arbeitsgebiet, das insbesondere die Inhalte der Disziplinen Materialwissenschaft, Chemie, Physik und Biologie nutzt, um technologische Innovationen zu realisieren. Neue Materialeigenschaften, Integration und Kombination von Funktionen, Materialeinsparung und die Miniaturisierung von Komponenten und Systemen sind typische Forschungsgebiete der Nanotechnologie. Die „echte“ Nanotechnologie beschreibt Stoffsysteme, die mindestens in einer Dimension Abmessungen kleiner als 100 Nanometer besitzen. Ein Nanometer ist übrigens ein millionstel Millimeter.