MMaterialNews vom 15.02.2008

Universalschlauch mit Wellrohr-Auskleidung aus Teflon® PTFE ermöglicht enge Biegeradien

Die ,Fluorflex‘ Universalschläuche, die HSI Schlauch- und Armaturentechnik, Mühlheim/Ruhr, gemeinsam mit Fluortubing, ...
Kerkrade/Niederlande, und ContiTech Fluid, Korbach, entwickelt hat, sind mit einer Innenauskleidung aus Teflon® PTFE 62-N von DuPont ausgerüstet. Diese ist in Form eines wendelförmigen Wellrohrs ausgeführt und erlaubt dadurch sehr kleine Biegeradien. Dazu Tobias Sautmann, Geschäftsführer von HSI: „Speziell bei großen Schlauchdurchmessern (minimaler Biegeradius bei NW DN 75 ist 200 mm) werden dadurch signifikante Einsparungen an Bauraum möglich. Andererseits macht diese Flexibilität eine Montage unter extrem beengten Verhältnissen überhaupt erst möglich.“

Teflon® PTFE 62-N kombiniert hohe Biegewechselfestigkeit und Spannungsrissbeständigkeit mit hoher thermischer Stabilität und herausragender Beständigkeit gegen nahezu alle in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion eingesetzten Medien. Dadurch lässt sich die Lagerhaltung oft auf einen einzigen Schlauchtyp reduzieren. Ein schwarzer, in das Wellrohr eingearbeiteter Leitstreifen lässt statische Elektrizität abfließen. Lieferbar sind auch komplett weiße Ausführungen, z. B. für die Pharmaindustrie, und Typen mit komplett schwarzem, d. h. vollflächig leitfähigem Innenliner.

Die wendelförmige Geometrie sorgt nicht nur für die hohe Flexibilität, sie gibt dem geförderten Medium auch einen Drall, der höhere Fördergeschwindigkeiten und letztendlich um bis zu 40 % kürzere Entleerungszeiten als bei Schlauchtypen mit parallel gewellter Innenseite ermöglicht. Auf Grund der inhärenten Antihafteigenschaften von Teflon® sind die Schläuche auch bei Einsatz hochviskoser Medien sehr leicht zu reinigen.

Dies kann – zusammen mit der Möglichkeit zur beschleunigten Entleerung für die Reinigung oder bei Materialwechseln – zu deutlichen Kosteneinsparungen in der Produktion führen. Vorteilhaft für den Anwender ist auch die Vor-Ort-Konfektionierbarkeit des ,Fluorflex‘ Schlauchsystems mittels Halbschalen – ohne umständliches Entwellen im Salzbad, ohne das Verpressen von Hülsen und ohne die damit verbundene Anschaffung teurer Maschinen. Dadurch sind kurze Produktionszeiten möglich, so dass meist auf eine Bevorratung von Ersatzschlauchleitungen verzichtet werden kann.

Eine Mehrschicht-Außenhülle aus einer EPDM-Zwischenlage, einem verstärkenden Geflecht aus Kevlar® Markenfasern von DuPont und einer dem Einsatz angepassten Decke schützt den Innenliner aus Teflon® vor Beschädigungen. Für die Deckschicht sind neben EPDM schwarz auch NBR schwarz für den Kontakt mit Öl und Benzin, NBR schwarz Hochtemperaturmischung für Temperaturen über 150 °C, NBR blau für Lebensmittel- und EPDM grau für Pharmaanwendungen erhältlich. Neue Produkte für Transport, Verfahrenstechnik und Bau sind in Entwicklung. Das Gesamtsystem ist auf Betriebsdrücke von 16 bar und Dauergebrauchstemperaturen von 150 °C ausgelegt. Ausführungen für noch höhere Temperaturen sind möglich. Armaturen können in vielen verschiedenen Werkstoffen (VA, PP, PVDF, verschiedene Beschichtungen wie PFA und ECTFE) und mit allen gängigen Anschlüssen geliefert werden.

Du Pont de Nemours (Deutschland) GmbH.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
Für die Richtigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der genannten Daten übernehmen wir zu keinem Zeitpunkt die Haftung.
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Als Benzin (Motorenbenzin) wird ein hochkomplexes Gemisch aus verschiedenen – in der Regel leichten – Kohlenwasserstoffen bezeichnet. Der Siedebereich von Benzin liegt zwischen Butan und Kerosin.
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PP ist die Kurzform für den thermoplastischen Kunststoff Polypropylen, der zur Gruppe der Polyolefine gehört. Polypropylen wird durch Polymerisation von Propen mit Hilfe von Katalysatoren gewonnen.
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PTFE ist das Kurzzeichen für den hochtemperaturbeständigen und thermoplastischen Kunststoff Polytetrafluorethylen.