MMaterialNews vom 31.05.2011

Mobilität: Einstieg in Elektrolyt-Aktivitäten

Die BASF steigt in das Geschäft mit Elektrolyten für Lithium-Ionen- Batterien (LIB) ein. Zu diesem Zweck gründet das Unternehmen das globale Team Elektrolyte innerhalb des Unternehmensbereichs Intermediates. Mit Elektrolyten kann die BASF ihr bereits vorhandenes Portfolio für die LIB-Industrie um eine weitere wesentliche Komponente erweitern.
Elektrolyte sind komplexe Formulierungen, die in Batterien den Ladungstransport übernehmen. Hochwertige Elektrolyte können wesentliche Voraussetzungen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der Batterie schaffen.

Zurzeit arbeitet die BASF bereits an spezifischen Formulierungen hochwertiger Elektrolyte auf Basis organischer Carbonate für Kunden aus der Batterie- und Automobilindustrie. Erste kommerzielle Mengen werden bereits in diesem Jahr verfügbar sein.

„Mit dem Einstieg ins Geschäft mit Elektrolyten gehen wir einen weiteren Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kunden im Bereich der Elektromobilität zu unterstützen. Wir werden hochwertige Produkte und Verfahren anbieten. Wir haben dazu beste Voraussetzungen aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie. Daneben bringen wir unseren weltweit einzigartigen Forschungsverbund ein, den wir auch durch Forschungskooperationen ständig ausbauen“, sagt Dr. Andreas Kreimeyer, Mitglied des Vorstands und Sprecher der Forschung der BASF, und ergänzt: „Im Geschäft mit Elektrolyten wollen wir uns zu einem Systemanbieter entwickeln, der seinen Kunden individuelle Lösungen anbieten kann.“

BASF-Aktivitäten für Elektromobilität

Innovative Materialien und funktionale Komponenten sind die Voraussetzungen für sichere, leistungsfähige und günstige Elektromobilität. Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt die BASF sowohl Materialien und Technologien für die heutige und nächste Generation von Lithium-Ionen-Batterien als auch für künftige Batteriesysteme. Ziel ist es, neue Lösungen zur Energiespeicherung schneller auf den Markt zu bringen. Ein wichtiger Schritt hierzu ist der Bau einer Anlage zur Produktion von Batteriematerialien in Elyria, Ohio/USA. Neben den Batteriematerialien spielen Kunststoffe und Verbundwerkstoffe für Leichtbau sowie Lösungen für ein besseres Wärmemanagement, wie IR-reflektierende Pigmente für Lacke und Innenraumanwendungen, eine wichtige Rolle.

Quelle: BASF - 30.05.2011.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
Für die Richtigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der genannten Daten übernehmen wir zu keinem Zeitpunkt die Haftung.
Bitte diskutieren Sie die Verwendung und Eignung für Ihren konkreten Anwendungsfall mit den Experten der genannten Institution.

Sie wünschen Material- und Technologierecherchen zu diesem Thema?

Materialsgate steht für hochwertige Werkstoffberatung und innovative Materialrecherchen.
Nutzen Sie unseren Beratungsservice

MMehr zu diesem Thema

In Zeiten knapper werdender Ressourcen wird die Effizienz, mit der unsere Fahrzeuge die Antriebsenergie auf die Straße bringen, immer wichtiger. Reifen spielen hier als „Bindeglied“ zwischen Motor und Asphalt natürlich eine entscheidende Rolle: Auf Autobahnen gehen derzeit rund ein Fünftel des Treibstoff-Verbrauchs auf das Konto der Reifen; im Stadtverkehr sind es bis zu 30 Prozent.
Der Spezialchemiekonzern und Synthesekautschuk-Pionier LANXESS bietet bereits heute Gummi-Rohstoffe an, mit denen sich dieser Anteil substanziell reduzieren lässt: Zum Beispiel Butylkautschuke (IIR), neue, modifizierte Lösungs-Styrolbutadien-Kautschuke (SSBR) und weiterentwickelte Neodymium-Polybutadien-Kautschuke (Nd-BR). „Die Entwicklung von Reifen-Kautschuken, die Energie sparen helfen, gleichzeitig aber ein unverändert hohes Maß an Sicherheit bieten, ist eine Aufgabe für versierte Chemiker“... mehr
Das aktuelle T-Modell in der E-Klasse von Mercedes hat eine besonders große Tankklappe, denn sie soll variable Betankungsarten ermöglichen. Diese Tankklappe besteht seit kurzem aus dem neuen Ultramid® TOP 4000 der BASF, einem mineralgefüllten teilaromatischen Polyamid (PA 6/6T).
Der leitfähige technische Kunststoff ist die Weiterentwicklung des 2007 vorgestellten Ultramid TOP 3000 und bietet vor allem höhere Steifigkeit und Dimensionsstabilität. Genau wie sein Vorgänger zeichnet sich das neue Material dadurch aus, dass es online lackiert werden kann. Das heißt: Kunststoffbauteile aus Ultramid TOP 4000 können ohne Zusatzaufwand oder -kosten wie der Rest der Karosserie die verschiedenen Bäder und Lackierschritte durchlaufen. Daher ist mit diesem Werkstoff ein weiterer... mehr
Energiesparen steht heute ganz oben auf der Prioritätenliste der Fahrzeughersteller. Die Lasertechnik hilft dieses Ziel zu erreichen: Mit Licht lassen sich dünne und leichte Bauteile aus Faserverbundwerkstoffen verarbeiten, Motoren effektiver und Batterien leistungsfähiger machen. Auf der Messe Laser 2011 vom 23. bis 26. Mai präsentieren Fraunhofer-Forscher neue Produktions-Technologien in Halle C2, Stand 330 und Halle B2, Stand 417.
Die Ära der Schluckspechte, die durch die Straßen knatterten und die Luft verpesteten, ist vorbei. Die Fahrzeuge, die heute vom Band rollen, sind sauberer, leiser und – bezogen auf ihr Leistungsgewicht – sparsamer als je zuvor. Doch die Entwicklung geht weiter: Immer schärfere Umweltgesetze und immer weiter steigende Kraftstoffpreise erhöhen die Nachfrage nach noch umweltfreundlicheren Modellen. Die Kundenwünsche zu erfüllen, ist für die Hersteller oft nicht einfach: Die Karosserien sollen... mehr
Einschweißen statt Durchschweißen: So erzeugt ein Laser eine Naht, die nur von einer Seite sichtbar ist. Doch wie kontrolliert man die Laserleistung so, dass die Bleche nicht durchbohrt werden? Ein neues Kamerasystem wertet thermische Bilder in Echtzeit aus – und sorgt so für die perfekte Naht.
Wie von Geisterhand gesteuert rast der Schweißkopf am Roboterarm die Blechteile entlang. Dort, wo der Laser auf das Metall trifft, leuchtet das Blech gleißend hell auf, Funken sprühen. Der Prozess dauert nur wenige Sekunden. Am Ende sind die Außen-haut der Tür und das Trägerprofil perfekt miteinander verschweißt. Lediglich eine feine Schweißnaht zieht sich durch das Blech. Zu sehen ist sie aber nur von der einen Seite. Auf der anderen Seite der verschweißten Autotür ist nichts zu erkennen... mehr
RSS
facebook
xing
twitter
linkedin

MaterialCards Weekly

Ihr persönlicher und kostenfreier Material-Reminder - wöchentlich per E-Mail

Service:
Material­cha­rak­teri­sierung und Werkstoffprüfung

Sie benötigen leistungsfähigste Methoden der Material­cha­rak­teri­sierung und Werk­stoff­prü­fung zur Optimierung Ihrer Produkte?
Element-Mapping
Bruchmechanik
Charakterisierung von Composites
Automotive Testing
Gefüge-Analytik
Charakterisierung von Coatings
Charakterisierung von Katalysatoren
Charakterisierung von Fügetechnologien
Schadensanalyse von Bauteilen
Prüfung von Kunststoffen
Prüfung von Werkstoffen der Elektrotechnik
Charakterisierung von Nanobeschichtungen
Untersuchung von Diffusionsschichten
Medizintechnische Untersuchungen
Barriere-Eigenschaften
Metallographie
Korrosionstests
Keramographie
Thermographie
Schadensanalyse von Produkten
Element-Mapping
Bruchmechanik
Charakterisierung von Composites
Automotive Testing
Gefüge-Analytik
Charakterisierung von Coatings
Charakterisierung von Katalysatoren
Charakterisierung von Fügetechnologien
Schadensanalyse von Bauteilen
Prüfung von Kunststoffen
Prüfung von Werkstoffen der Elektrotechnik
Charakterisierung von Nanobeschichtungen
Untersuchung von Diffusionsschichten
Medizintechnische Untersuchungen
Barriere-Eigenschaften
Metallographie
Korrosionstests
Keramographie
Thermographie
Schadensanalyse von Produkten
Kontaktieren Sie uns – Wir leiten Ihre Fragestellung an einen unserer Kooperationspartner weiter, die alle anerkannte und zertifizierte Prüf­la­bore mit modernster Ausstattung be­treiben.

Empfohlene Literatur

Thomas Becks et al.
VDE-Verlag
Reinhard F. Hüttl et al.
Springer, Berlin

Empfohlene MaterialCards

Materialsgate Glossar

Carbonate
Als Carbonate werden die Salze der Kohlensäure (H2CO3) bezeichnet.
Elektrolyt
Als Elektrolyte werden Leiter 2. Klasse bezeichnet. Es handelt sich dabei üblicherweise um Lösungen von Salzen, Säure oder Basen. Der Ladungstransport erfolgt hier - im Gegensatz zu metallischen Leitern - über freibewegliche Ionen, die sich in einem elektrischen Feld bewegen.
Ionen
Als Ionen bezeichnet man elektrisch geladene Atome oder Moleküle. Positiv geladene Ionen werden Kationen genannt, sie haben einen Elektronenmangel. Negativ geladene Ionen werden Anionen genannt, sie haben einen Elektronenüberschuss.
Lithium
Lithium (Li, Dichte: 0,534 g/cm3, Fp: 180,5 °C) ist ein silberweißes, sehr weiches und hoch reaktives Leichtmetall. Verwendung: Reduktionsmittel, Legierungselement, Lithium-Batterien, Lithium-Ionen-Akkus.