MMaterialNews vom 26.10.2010

Hochwirksames Silber für die Medizintechnik

Die BASF Future Business GmbH präsentiert sich auf der Compamed in Düsseldorf als Partner für die Entwicklung maßgeschneiderter Materiallösungen in der Medizintechnik.
Hygentic® Additive zeichnen sich durch ihre hohe antimikrobielle Wirkung aus. Die BASF formuliert damit individuelle Materiallösungen für die Medizintechnik. Das umfangreiche Hygentic® Produktportfolio und die zugehörigen Serviceleistungen präsentiert das Unternehmen vom 17. bis 19. November 2010 auf der Messe Compamed in Düsseldorf (Stand Nr. 8bH30 in Halle 08b).

„Durch resistente Bakterien ziehen sich überall auf der Welt Patienten in Krankenhäusern trotz sorgfältiger Hygienemaßnahmen Infektionen zu. Diese sind schwer zu heilen und verursachen nicht nur menschliches Leid, sondern auch hohe Kosten“, erklärt Edgar Eichholz, Launch Manager Medical Device Materials. Die BASF arbeitet mit ihren Kunden an Lösungen für medizintechnische Produkte, deren Oberflächen die Ansiedlung potenziell gefährlicher Mikroben langfristig unterbinden. „Die mit unseren Additiven ausgestatteten Produkte unterstützen dabei die Maßnahmen einer professionellen Krankenhaushygiene“, so Eichholz, und weiter: „Das Risiko, dass medizinische Geräte zur Entstehung von Infektionen beitragen, wird so minimiert.“

Mit Hygentic® hergestellte medizintechnische Produkte wie Katheter oder Infusionsnadeln bieten eine höhere Sicherheit für Patienten und medizinisches Personal. Die individuell formulierten Materiallösungen basieren in erster Linie auf der Verwendung von Silberionen. Silber wird in der Medizin seit Jahrhunderten wegen seiner antimikrobiellen Wirkung geschätzt und eingesetzt.

„Durch unser breites Produktportfolio und das Know-how unserer Experten können wir unseren Kunden spezielle auf ihre Anforderungen zugeschnittene Formulierungen anbieten“, berichtet Eichholz, und weiter: „Dabei arbeiten unsere Entwickler eng mit den Kunden zusammen.“ So verfügt das Medizintechnik-Team der BASF in einem Technikum in Tarrytown, New York, über Apparaturen zum Herstellen von maßgeschneiderten Formulierungen und deren Einarbeitung in verschiedene Materialien wie z.B. Thermoplaste oder Silikone.

„Für die Herstellung medizintechnischer Hilfsmittel und Geräte kombinieren wir Silberionen in verschiedenen Trägermaterialien, z.B. Glas, gezielt entsprechend den Anforderungen der jeweiligen Anwendung. Dabei erhöhen wir durch Synergieeffekte die Effizienz der einzelnen Komponenten“, erklärt Eichholz. In den so entstandenen Formulierungen entfalten die Silberionen ihre Wirkung z.B. nachhaltiger oder noch schneller

Ein eigenes Mikrobiologieteam kontrolliert die antimikrobielle Wirksamkeit der verschiedenen Formulierungen gegen relevante Mikroorganismen, u.a. auch multi-resistente Erreger wie MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Gleichzeitig forscht die BASF an neuen Generationen von Materialien mit neuartigen für die Medizintechnik relevanten Oberflächeneffekten und bietet Unternehmen der Medizintechnik Gelegenheit zur Kooperation. Das Geschäftsfeld Materialien für Medizintechnik gehört seit der Akquisition der Ciba im vergangenen Jahr zu den Aktivitäten der BASF Future Business GmbH.

Quelle: BASF – 21.10.2010.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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