Längst benötigt die Industrie – und damit der Kunde – leitfähige Strukturen auf Materialien, die möglichst biegsam sind. Dünnschicht-Photovoltaik für neuartige Solarzellen, Organische Leuchtdioden, Biosensoren oder Anwendungen für die Automobilindustrie sind Beispiele, die auf kostengünstige, aber verlässliche biegsame Elektronik angewiesen sind.
Eine solche Technologie zur Herstellung hochleitfähiger Strukturen für die Massenproduktion von großflächiger und flexibler Elektronik präsentiert ein Team vom Jenaer Uni-Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie auf der Messe. Mit Hilfe eines optimierten sogenannten Inkjet-Druckverfahrens können inzwischen leitfähige Linien auf flexiblen Materialien angebracht werden, die nur noch bis zu 30 Mikrometer klein sind. Aufgrund neuartiger Sintertechnologien ist dies auch auf thermisch weniger stabilen Folien möglich. „Und dies funktioniert ohne den Einsatz von Masken, so dass der Einsatz für Kleinserien und Prototypen möglich ist“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Ulrich S. Schubert.
Was technisch derzeit machbar ist, präsentiert sein Team auf der Münchner Messe.
Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena / IDW - 15.10.2010.