MMaterialNews vom 18.10.2010

Dünne Leiter auf flexiblen Untergrund drucken

Die Friedrich-Schiller-Universität Jena wird vom 19.-21. Oktober auf der Fachmesse „Materialica“ in München vertreten sein. Am Stand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen (Halle B6, Stand 507) präsentiert das Servicezentrum Forschung und Transfer der Uni Jena ein Exponat der Chemiker.
Längst benötigt die Industrie – und damit der Kunde – leitfähige Strukturen auf Materialien, die möglichst biegsam sind. Dünnschicht-Photovoltaik für neuartige Solarzellen, Organische Leuchtdioden, Biosensoren oder Anwendungen für die Automobilindustrie sind Beispiele, die auf kostengünstige, aber verlässliche biegsame Elektronik angewiesen sind.

Eine solche Technologie zur Herstellung hochleitfähiger Strukturen für die Massenproduktion von großflächiger und flexibler Elektronik präsentiert ein Team vom Jenaer Uni-Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie auf der Messe. Mit Hilfe eines optimierten sogenannten Inkjet-Druckverfahrens können inzwischen leitfähige Linien auf flexiblen Materialien angebracht werden, die nur noch bis zu 30 Mikrometer klein sind. Aufgrund neuartiger Sintertechnologien ist dies auch auf thermisch weniger stabilen Folien möglich. „Und dies funktioniert ohne den Einsatz von Masken, so dass der Einsatz für Kleinserien und Prototypen möglich ist“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Ulrich S. Schubert.

Was technisch derzeit machbar ist, präsentiert sein Team auf der Münchner Messe.

Quelle: Friedrich-Schiller-Universität Jena / IDW - 15.10.2010.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ulrich S. Schubert
Institut für Organische Chemie und Makromolekulare Chemie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Humboldtstr. 10, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 948200

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
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