Die technologischen Entwicklungen zur reproduzierbaren Herstellung der Werkstoffe im Technikumsmaßstab werden über die komplette Prozesskette realisiert: von der Pulveraufbereitung – Zerkleinern, Mahlen, Fraktionieren - über die technologische Umsetzung bis hin zur prototypischen Schenkelkonfektionierung und Bauteilfertigung. Für spezielle Legierungen kommt außerdem das Verfahren des Melt Spinning zum Einsatz.
Einen aktuellen Forschungsschwerpunkt stellen Systeme mit thermoelektrischen Werkstoffen wie z.B. Siliziden, Telluriden aber auch Skutteruditen für Hochtemperaturanwendungen dar, wobei Dauereinsatztemperaturen von 500°C angestrebt werden. Des Weiteren werden Werkstoffe für Anwendungen bei Raumtemperatur wie beispielsweise Wismuttellurid Bi2Te3 entwickelt.
Am Fraunhofer IFAM Dresden stehen mehrere produktionsnahe Anlagen für Kurzzeitsinterverfahren zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung ist dabei das Spark Plasma Sintern (SPS), da dieses unter Zeit-, Kosten und Produktivitätsaspekten optimal für eine Serienfertigung geeignet ist. Am Institut befindet sich die erste semikontinuierliche Hochdurchsatz-Anlage in produktionsrelevanter Größe in Europa.
Darüber hinaus bietet das Institut vielfältige Anlagen zur Charakterisierung thermoelektrischer Werkstoffe (z.B. Seebeck-Messstand, Bestimmung elektrischer und Wärmeleitfähigkeit, mechanische Charakterisierung) ebenso wie experimentelle Möglichkeiten zur thermomechanischen Auslegung von Bauteilen und Systemen sowie deren Simulation.
Mit seinen innovativen Werkstoff- und Technologieentwicklungen festigt das Institut seine Position als führender Partner in Deutschland, wenn es um Pulvermetallurgie allgemein und Thermoelektrik im Speziellen geht.
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft - 18.07.2012.