MMaterialNews vom 22.03.2012

Leichtbau: Sandwichbauteile aus ROHACELL® schnell in Form gebracht

+ + + Kunststoffe bieten gegenüber metallischen Bauweisen nicht nur Gewichtsvorteile, sondern auch eine hohe Gestaltungsfreiheit + + + Der Strukturschaum ROHACELL® von Evonik Industries, Essen, eröffnet in Sandwichbauweisen vielfältige, wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten + + +
Die Möglichkeiten beim Autobau Gewicht einzusparen, sind noch nicht erschöpft: Dominiert bislang im Fahrzeugbau noch weitgehend die Bauweise in Metall, eröffnen Kunststoffe auch für flächige Fahrzeugteile wie Außenbeplankung, Innenverkleidungen oder nicht sichtbare Träger in kleineren oder mittleren Serien kostengünstige Lösungen. Durch Anwendung der Sandwichbauweise lässt sich hier zudem eine erhebliche Gewichtsabnahme bis zu 60 % erreichen. Bei dieser Konstruktionsweise werden Decklagen aus faserverstärkten Harzen oder Thermoplasten auf einen leichten, aber hochfesten Kern aufgebracht.

Der Hochleistungsschaum ROHACELL® von Evonik zeichnet sich hierfür durch seine hohe Festigkeit bei geringem Gewicht und seine hohe Temperaturbeständigkeit aus. Mit Zykluszeiten um zwei Minuten lässt sich der Kernschaum in die für das Bauteil benötigte Geometrie thermisch umformen und anschließend, z.B. mit Hochleistungsharzen, bei hohen Temperaturen weit über 130 °C und hohen Drücken schnell und sehr wirtschaftlich verarbeiten.

Ein weiteres, äußerst wirtschaftliches Verfahren zur Herstellung von Panels bietet ROHACELL® in Kombination mit thermoplastischen Deckschichten, auch Organobleche genannt. In weniger als vier Minuten steht hier das fertige Bauteil zur Verfügung: Der Kernschaum wird zusammen mit den Organoblechen aufgeheizt, verformt und im selben Arbeitsgang miteinander verbunden, danach heruntergekühlt und aus dem Werkzeug entnommen.

Quelle: Evonik - 21.03.2012.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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