MMaterialNews vom 27.02.2007

Restfeuchte oder Nanolack - Infrarot-Wärme trocknet schneller

Infrarot-Strahler trocknen Nanolack auf Steinplatten
Infrarot-Wärme trocknet und härtet Lacke zuverlässig, weil sie genau auf das Lacksystem und das Produkt abgestimmt werden kann.

Produkte mit großer Masse, wie Steinplatten, die sehr viel Energie benötigen, werden mit Infrarot-Wärme schneller getrocknet. Nano-Beschichtungen erfordern zum Teil sehr hohe Temperaturen. Infrarot-Strahlung härtet diese Beschichtungen, ohne dass dabei deren spezielle Eigenschaften zerstört werden. Durch eine Nachrüstung mit Infrarot-Systemen kann die Kapazität einer Anlage erhöht und wertvoller Produktionsraum gespart werden.
Heraeus Noblelight stellt auf der Hannover Messe im April im Rahmen des „Praxispark Oberflächentechnik“ die Vorteile der Infrarot-Wärmetechnologie vor und bietet die Möglichkeit, Anwendungsspezialisten vor Ort zu befragen. Restfeuchte wird aus Estrich entfernt, Dachziegel werden mit Kunststoff beschichtet und Steinplatten werden durch eine Beschichtung mit Nanolack schmutzabweisend. All diese Prozesse benötigen eine effiziente Wärmequelle, denn es ist sehr viel Energie erforderlich, um die großen Massen der Stein- oder Betonplatten zu erwärmen.

Eine Anforderung, bei der Heißlufttrockner schnell an ihre Grenzen stoßen, denn Heißluft besitzt nur eine relative geringe Wärmeübertragungskapazität. Wenn also ein Hersteller von Baumaterialien eine Kapazitätserhöhung plant, müsste er seine Heißluftanlage stark verlängern, damit er die Steinplatten schneller durchfahren kann. Das benötigt jedoch Produktionsplatz, der nicht immer vorhanden ist oder viel Geld kostet.

Eine Lösung des Problems ist der Umstieg auf Infrarot-Wärme oder die Erweiterung der vorhandenen Anlage mit einem zusätzlichen Infrarot-Modul. Infrarot-Strahler übertragen Wärme schnell und mit hoher Leistung. Die Wärmeübertragungskapazität von Infrarot-Strahlung liegt bei bis zu 1 Megawatt / m2.

Viele Beschichtungsschritte stellen Anforderungen, die nicht mit Standardwärmequellen lösbar sind. Das Lacksystem gibt dabei die Rahmendaten vor.

Die Sonderschau „Praxispark Kompetenzzentrum für Oberflächentechnik“ auf der Hannover Messe in Halle 6, Stand C 30, konzentriert sich ganz auf konkrete Anwendungsfragen rund um das Thema Oberflächenbehandlung.

Heraeus Noblelight stellt im Rahmen dieses Praxisparks die Infrarot-Wärmetechnologie vor und bietet die Möglichkeit, direkt vor Ort mit einem Anwendungsspezialisten die unterschiedlichen Strahlereigenschaften und ihre Anwendungen bei verschiedenen Lacksystemen zu diskutieren.

„Uns ist es wichtig, direkt mit dem Kunden zu sprechen“, so Markus Betz, Techniker im Anwendungszentrum bei Heraeus Noblelight, „denn wir stimmen unsere Infrarot-Strahler genau auf Produkt und Prozess ab, nicht umgekehrt!“

Eine sorgfältige Abstimmung der Infrarot-Strahler in Wellenlänge, Form und Leistung auf die Eigenschaften des zu erwärmenden Produktes ist wichtig für das Ergebnis. Strahlung, die genau zu den Absorptionseigenschaften des Lackes passt, wird dort rasch in Wärme umgesetzt, Wasser oder andere Lösungsmittel verdunsten, während Material und Umgebung kühler bleiben und geschont werden.

Heraeus Noblelight bietet die gesamte Palette der Infrarot-Strahlung vom nahen Infrarot NIR bis zur mittelwelligen Carbon Technologie CIR und besitzt das Know-how, im hauseigenen Anwendungszentrum oder vor Ort zu testen, welche Infrarot-Strahler möglichst schnell und trotzdem mit maximaler Schonung des Materials Lacke trocknen und aushärten.

Heraeus Noblelight GmbH.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
Die Recherche und Aufbereitung der in diesem Dokument genannten Daten erfolgte mit größter Sorgfalt.
Für die Richtigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Anwendbarkeit der genannten Daten übernehmen wir zu keinem Zeitpunkt die Haftung.
Bitte diskutieren Sie die Verwendung und Eignung für Ihren konkreten Anwendungsfall mit den Experten der genannten Institution.

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Materialsgate Glossar

Carbon
Umgangssprachlicher Begriff zur Kennzeichnung von Materialien und Werkstoffen auf der Basis von kohlenstofffaserverstärkten Kunststoffen (CFK).
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Als Lösungen werden in den Naturwissenschaften homogene (d. h. einphasige) Stoffsysteme bezeichnet, die aus mindestens zwei chemisch reinen Stoffen aufgebaut sind. Eine Lösung enthält einen oder mehrere gelöste Stoffe und ein Lösungsmittel.
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Als Verdunsten bezeichnet man den Übergang eines Stoffes vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand bei Temperaturen unterhalb des Siedepunktes. Verdunsten ist ein Oberflächenprozess ohne Blasenbildung.
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Als Wellenlänge bezeichnet man den kleinsten Abstand zweier Punkte gleicher Phase einer Welle.