MMaterialNews vom 04.11.2011

Leichtbau: Polyurethan-Matrixharz für Automotive Composites

Für die Herstellung von Kraftfahrzeugen werden zunehmend leichtere Verbundwerkstoffe auf Basis von Carbonfasern oder Glasfasern – auch Composites genannt – eingesetzt. Auf Basis von Polyurethan hat Henkel ein Composite-Matrixharz entwickelt, welches im Vergleich zu den üblichen Epoxyharzen deutlich schneller aushärtet.
Verbundwerkstoffe auf Basis von Carbonfasern oder Glasfasern gewinnen für moderne Hochleistungsanwendungen zunehmend an Bedeutung. Dies liegt insbesondere an ihrem geringen Gewicht bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Wurde bislang zumeist im Flugzeugbau sehr aufwändig vorimprägniertes Fasermaterial (Prepregs) zur Herstellung dieser Composites verwendet, so kommen nun bei steigender Stückzahl – insbesondere für Automobil-Großserien – schwerpunktmäßig Harzinjektionsverfahren wie Resin Transfer Molding zum Einsatz.

Für diese Harzinjektionsverfahren hat Henkel ein Composite-Matrixharz auf Basis von Polyurethan entwickelt, welches sich durch eine kurze Aushärtezeit und eine einfache Verarbeitbarkeit auszeichnet. Das neue Loctite MAX2 härtet im Vergleich zu üblichen Epoxyharzen nicht nur deutlich schneller aus, sondern durchdringt das Fasermaterial aufgrund der niedrigen Viskosität auch wesentlich leichter und schonender.

Ausgehärtet ist Loctite MAX2 weniger spröde als die für diese Anwendung derzeit eingesetzten Epoxyharze, was sich insbesondere in einer wesentlich besseren Reißfestigkeit zeigt. Henkel ist überzeugt, mit dieser neuen Generation von Polyurethan-Matrixharzen einen wichtigen Beitrag zu leisten, um Composites in Großserie wirtschaftlicher und prozesssicherer herzustellen.

Quelle: Henkel AG & Co. KGaA - 02.11.2011.

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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