MMaterialNews vom 18.10.2006

Lithium-Ionen-Batterien im Fokus

Degussa fördert Stiftungsprofessur für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung.
Die Degussa AG, Düsseldorf, verstärkt ihr Engagement in der Spitzenforschung: An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster wird sie eine Stiftungsprofessur für Angewandte Materialwissenschaften zur Energiespeicherung und Energieumwandlung einrichten. Dies erfolgt gemeinsam mit der Chemetall GmbH, Frankfurt, und der Volkswagen AG, Wolfsburg. Ziel dieser europaweit einmaligen Professur ist es, ein international wettbewerbsfähiges Forschungsprogramm auf dem Gebiet der Energiespeicherung großvolumiger Lithium-Ionen-Batterien zu etablieren. Hochschule und Industrie werden dabei eng zusammenarbeiten, um marktfähige Innovationen voranzutreiben. Die Professur wird über einen Zeitraum von fünf Jahren mit insgesamt 2,25 Mio. Euro ausgestattet.

Bei der Speicherung von Energie in großen Batterien, insbesondere für Anwendungen im Automobilbereich, ist die derzeitige Batterietechnologie bei weitem nicht ausreichend. Dabei zeichnet sich gerade in der Antriebstechnologie der nächsten Jahrzehnte ein klarer Trend zum Einsatz elektrischer Energiespeicher mit dem Ziel der Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs ab. Hier gilt es, eine Verbesserung der Energie- und Leistungsdichte, aber auch der Sicherheit und Lebensdauer von Batterien zu erreichen. Dies sind wichtige Voraussetzungen, um die Kosten für Batteriesysteme deutlich zu senken.

Als weltweit führendes Spezialchemieunternehmen verfügt Degussa über großes Know-how bei Lithium-Ionen-Batterien. Die von ihr produzierte flexible keramische Membran SEPARION® leistet einen wesentlichen Beitrag, um Lithium-Ionen-Batterien für größere Anwendungen sicherer und leistungsfähiger zu machen. So können diese Batterien in Hybridfahrzeugen zum Einsatz kommen, die bis zu 25 Prozent weniger Treibstoff benötigen.

Exzellentes wissenschaftliches Umfeld

Die neue Stiftungsprofessur wird am Institut für Physikalische Chemie im Fachbereich Chemie und Pharmazie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster eingerichtet. Mit seiner festkörper-chemischen und materialwissenschaftlichen Kompetenz sowie mehreren Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs bietet der Fachbereich ein exzellentes wissenschaftliches Umfeld. Insbesondere der Sonderforschungsbereich 458 „Ionenbewegung in strukturell ungeordneten Materialien“ sowie die am Fachbereich angesiedelte International NRW Graduate School of Chemistry, die weltweit ausgezeichnete Doktoranden anzieht, waren für die Stifter entscheidend bei der Auswahl des Standorts Münster. Für den Fachbereich Chemie und Pharmazie bietet die Etablierung dieses neuen attraktiven Forschungsfelds und die damit verbundene verstärkte Kooperation mit der Industrie eine hervorragende Gelegenheit, um sich im Bereich der Spitzenforschung aussichtsreich im nationalen und internationalen Wettbewerb zu positionieren.

Degussa AG.

Weitere Informationen

Degussa AG
Unternehmenskommunikation
Hannelore Gantzer
Pressesprecherin
+49-211-65 041-368

Recherchiert und dokumentiert von:

Dr.-Ing. Christoph Konetschny, Materialberater, Inhaber Materialsgate
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